Die Bibliothek am Markdorfer Bildungszentrum (BZM) hat eine neue Kleinkinderabteilung. Wo im vergangenen Schuljahr noch Gymnasiasten an die Anfangsgründe der Informatik herangeführt wurden, stehen heute Tröge mit Bilderbüchern und Sitzgelegenheiten, damit Väter und Mütter es sich mit ihrem Nachwuchs bequem machen und vorlesen können. "Wir hatten dringenden Platzbedarf", erklärt Bibliothekarin Heike Fischer.

Gymnasium räumte Räume im Bibliotheksanbau

Abgezeichnet hab der sich schon länger – spätestens seit immer mehr Eltern mit ihren Kindern kommen, die in den neuen Häusern im Markdorfer Süden wohnen. Da das Gymnasium seine Computer-Räume im Bibliotheksanbau geräumt hat – den oberen nutzt die Kreis-Volkshochschule – konnte im Erdgeschoss die Trennwand zur Bibliothek herausgenommen werden. Mehr Platz haben jetzt auch die BZM-Schüler, die den neu entstandenen Bereich in ihren Pausen nutzen.

Nutzer können Medien am eigenen Computer verlängern

Eine weitere Neuerung in der Bibliothek kommt den Nutzern zugute. Sie können nun ihre ausgeliehenen Medien selbst verlängern. "Bisher ging das per Telefon oder per E-Mail", erklärt Bibliotheksleiterin Kornelia Schaub. Inzwischen lässt sich der Rückgabetermin für die ausgeliehenen Krimis, Zeitschriften oder DVDs vom heimischen Computer aus verschieben.

Übergangsfrist für Verlängerung per Mail

Noch besteht die Möglichkeit der Verlängerung per E-Mail. Doch gelte dies nur für eine Übergangsfrist, erklärt Kornelia Schaub. Denn die Mitarbeiterinnen müssen allzu viel Zeit in die Bearbeitung dieser Mails stecken. Auch die von der Bibliothek versendeten Erinnerungsmails für die Rückgabe der Medien fallen künftig weg. Anrufen werden die Kunden der BZM-Bibliothek auch weiterhin können – ebenso wie persönlich vorbeikommen.

Öffentlicher Zugang über Computer jetzt kundenfreundlicher

Der öffentliche Zugang zum "WebOPAC", dem "Online Public Access Catalogue" der BZM-Bibliothek, besteht schon länger. Jetzt wurde er noch kundenfreundlicher gestaltet. Wie Kornelia Schaub sagt, bietet er nicht nur die Möglichkeit der eigenständigen Medienverlängerung durch die Nutzer, sondern auch weitere Features. So können Kunden von daheim aus auch ihr Gebührenkonto überprüfen sowie die Gültigkeit ihres Benutzerausweises. Und sie sehen, ob ein Buch schon vorgemerkt ist.

Bestellung der Medien von Zuhause aus noch nicht möglich

Fehlt also nur noch, dass die Kunden ihre Medien auch von Zuhause aus bestellen können. Das geht laut Kornelia Schaub bislang deshalb noch nicht, weil die BZM-Bibliothek dafür zu unterschiedliche Nutzergruppen hat. Die Ausleihbedingungen für Schüler, Lehrer und Auswärtige lassen sich derzeit noch nicht unter einen Hut bringen.