Der Diskussionsabend zum Thema B 31-neu, veranstaltet von der Interessengemeinschaft Verkehrsneuplanung Ittendorf (IVI) im Bürgerhaus, war von großem Interesse geprägt.

Wolfgang Mannes aus Ittendorf (rechts) ist Teilnehmer beim Dialogforum und motiviert die Besucher der Diskussionsveranstaltung von IVI auch am 12. Februar zur Verantaltung des Regierungspräsidiums nach Markdorf zu gehen.
Wolfgang Mannes aus Ittendorf (rechts) ist Teilnehmer beim Dialogforum und motiviert die Besucher der Diskussionsveranstaltung von IVI auch am 12. Februar zur Verantaltung des Regierungspräsidiums nach Markdorf zu gehen. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Viele Besucher stellten Frage, andere bereicherten die Veranstaltung mit ihren Wortbeiträgen. Was besonders auffiel: Das emotional aufgeladene Thema wurde ganz sachlich diskutiert. Das hob auch ein Besucher positiv hervor – was auf viel Beifall stieß.

Kritik an der Aussage eines Immenstaader Gemeinderats

Und dies, obwohl IVI-Vorsitzender Fritz Käser seinen Vortrag das Zitat eines Immenstaaders aus einem SÜDKURIER-Artikel voranstellte: „Klar sprach sich Alexander Mohr für die Variante C1 aus – die am weitesten nördlich verläuft.

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Nur die Variante C1 lässt der Gemeinde (Immenstaad, die Redaktion) Spielraum für weitere innerörtliche Entwicklungsmöglichkeiten, nur C1 ist für unseren Tourismus und für unsere Landwirtschaft akzeptabel, nur C1 zerschneidet unsere Gemarkung nicht völlig und schützt unsere Mitbürger vor Immissionen.“ Käsers Kommentar: „Das zeigt die Richtung von ,Immenstaad first’ – Trump lässt grüßen.“

Groß war das Interesse an der Informationsveranstaltung der Interessengemeinschaft Verkehrsneuplanung Ittendorf im Bürgerhaus.
Groß war das Interesse an der Informationsveranstaltung der Interessengemeinschaft Verkehrsneuplanung Ittendorf im Bürgerhaus. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Käser erläuterte, dass aus ursprünglich 20 Trassenvorschlägen für die B 31-neu drei Varianten in die engere Auswahl gekommen seien. Die Variante A sieht den Ausbau der vorhandenen B 31 vor mit einer Tunnellösung für Hagnau und Lärmschutzmaßnahmen für Meersburg, Stetten und Immenstaad vor. Die Variante B verläuft auf neuer Trasse südlich des Weingartenwalds, und die Variante C (die dem Planungsfall 7.5 am nächsten kommt) verläuft nördlich des Weingartenwalds.

Waldemar Fröhlich aus Ittendorf: "Wir müssen uns alle einbringen und wir müssen etwas tun, damit die bestehende B31 ausgebaut wird, weil das die beste Lösung für alle ist."
Waldemar Fröhlich aus Ittendorf: "Wir müssen uns alle einbringen und wir müssen etwas tun, damit die bestehende B31 ausgebaut wird, weil das die beste Lösung für alle ist." | Bild: Wolf-Dieter Guip

Sehr detailliert ging Käser auf die Umweltauswirkungen der drei Trassenkorridore ein: „Der Umweltschutz hat eine große Bedeutung erreicht und es muss nachgewiesen werden, dass keine andere Trasse möglich ist.“ Denn die Varianten B und C hätten die größten negativen Auswirkungen auf Flora und Fauna – insbesondere der Weingartenwald hätte eine hohe Wertstufe.

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„Wenn man die drei Alternativen vergleicht, ist der Ausbau der bestehenden B 31 die unproblematischste Lösung“, ergänzte er. Anhand von Schaubildern erläuterte er die Wertigkeit der verschiedenen Varianten unter Umweltgesichtspunkten. „Wir sind bei den Planungen auf einem guten Weg. Jetzt können die Trassen besser definiert und bewertet werden“, zeigte sich der Vorsitzende in seinem Fazit recht zuversichtlich, eine Lösung im Interesse der Umwelt und damit zugunsten Ittendorfs erreichen zu können.

Alexander Ritzer aus Ittendorf: "Bei der Variante Ausbau werden die wenigsten Flächen in Anspruch genommen und ich finde es sehr wichtig, dass wir die Bevölkerung mitnehmen."
Alexander Ritzer aus Ittendorf: "Bei der Variante Ausbau werden die wenigsten Flächen in Anspruch genommen und ich finde es sehr wichtig, dass wir die Bevölkerung mitnehmen." | Bild: Wolf-Dieter Guip

„Ich muss etwas Wasser in den Wein der Ausbau-Euphorie gießen“, sagte der Veranstaltungsbesucher Peter Pause, denn die Vertreter von Hagnau und Immenstaad würden von Verkehrsterror reden und von einem Bankrott bei einem vierspurigen Ausbau und der damit einhergehenden langen und kapitalen Baustelle.

Regierungspräsidium am 12. Februar in Markdorf

Auch würden die Kosten für einen Tunnelbau in Hagnau ausufern, da bei einer Tunnellänge von über einem Kilometer eine zusätzliche Rettungsröhre gebaut werden müsste. Und er mahnte an, dass möglichst viele Bewohner von Ittendorf zur öffentlichen Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums am 12. Februar um 19 Uhr in die Stadthalle Markdorf kommen sollen.

Julian Huber, Ittendorf: "Gerade die junge Generation muss Verantwortung übernehmen, denn es geht um den Umweltschutz und da bietet die Ausbauvariante die beste Möglichkeit."
Julian Huber, Ittendorf: "Gerade die junge Generation muss Verantwortung übernehmen, denn es geht um den Umweltschutz und da bietet die Ausbauvariante die beste Möglichkeit." | Bild: Wolf-Dieter Guip

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