Auf der Bundesstraße 33 zwischen Markdorf und Meersburg mussten am Donnerstagmorgen kurz nach dem Ortsausgang auf Höhe des "Gehau" genannten Waldstücks alle Autofahrer anhalten. Aber nur dann, wenn eine in der Früh aufgestellte mobile Bedarfsampel vom gelben Blinken auf Rot umsprang.

Während kurzer, kaum dreiminütiger Intervalle wurde dann die Durchfahrt gesperrt, weil insgesamt 19 Bäume gefällt werden mussten. Dabei handelte es sich überwiegend um Eschen. Vom sogenannten Eschentriebsterben befallen, das außer dem Kronen- auch das Stammholz angreift, stellten die eine Gefahr für den Verkehr auf der Bundesstraße dar. Im Inneren des Gehau-Wäldchens, mit seinem Waldlehrpfad ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Markdorfer, wurden in den vergangenen Wochen einige Hundert Festmeter Eschenholz geschlagen. Die städtische Forstverwaltung musste auch hier reagieren, weil morsche Äste oder gar ganze Bäume auf Fußgänger oder Radler zu stürzen drohten.

Stadtforstmitarbeiter Bernhard Brutsch beim Fällen einer erkrankten Esche.
Stadtforstmitarbeiter Bernhard Brutsch beim Fällen einer erkrankten Esche. | Bild: Jörg Büsche

Eine beträchtliche Gefahr stellte das Fällen der kranken Bäume übrigens auch für die beteiligten Forstmitarbeiter dar. Zu dem beim Eschen-Hieb notwendigen erhöhten Sicherungsaufwand gehörte unter anderem der Einsatz einer Seilwinde, die, an einen Schlepper gehängt, das Umkippen der Bäume in Richtung Bundesstraßen-Fahrbahn verhinderte. Sodass sich die Rot-Intervalle der von der Straßenverkehrsbehörde gestellten Signalanlage auf ein Minimum reduzieren ließen.

Peter Ummenhofer und Förster Jörn Burger von der Markdorfer Forstverwaltung können auf die Amtshilfe der Straßenverkehrsbehörde zurückgreifen. Der Kreis schickte Alexander Hauke mit einer mobilen Signalanlage.
Peter Ummenhofer und Förster Jörn Burger von der Markdorfer Forstverwaltung können auf die Amtshilfe der Straßenverkehrsbehörde zurückgreifen. Der Kreis schickte Alexander Hauke mit einer mobilen Signalanlage. | Bild: Jörg Büsche