„Das Gebäude wird aus dem Dornröschenschlaf erweckt, es entsteht etwas Gutes“, sagte Stadtbauamtsleiter Michael Schlegel.

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Ein kleiner Knackpunkt sind die künftigen Toiletten im Gebäude, die für Behinderte nicht erreichbar sein werden. Deshalb wird die bestehende behindertengerechte Toilette im Freien beim Bahnhofsgebäude an Ort und Stelle bleiben. Wie Bürgermeister Georg Riedmann auf Nachfragen von Joachim Mutschler (UWG) erklärte, sind die künftigen Toiletten im Gebäude lediglich während der Öffnungszeiten des Cafés verfügbar.

Ohnehin seien die räumlichen Gegebenheiten durch die weitere Stellwerknutzung seitens der Bahn sehr begrenzt, eine komplett barrierefreie Umgestaltung kaum machbar. Uwe Achilles (SPD) argumentierte in die gleiche Richtung: Für die Bahnreisenden müsse es Toiletten geben, also müsse auch Anlage im Freien erhalten bleiben. Dietmar Bitzenhofer (Freie Wähler) sagte: „Nach Jahren des Wartens sollten wir froh sein, dass der Bahnhof endlich ein Gesicht bekommt. Wir wollten ein Tagescafé, das bekommen wir.“ Es liege ein Stück weit auch am Denkmalamt, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können.

Sanierungsbeginn im Idealfall im Frühjahr 2020

Heiko Schafheutle, Geschäftsführer des Markdorfer Investors Kapitalpartner Konzept GmbH, hat auf Anfrage dieser Zeitung folgende Auskünfte gegeben: „Der Baubeginn hängt davon ab, wann alle erforderlichen Ämter und die Bahn, die im Genehmigungsverfahren beteiligt werden, den Bauantrag bearbeitet haben und die endgültige Baugenehmigung vorliegt. Weiter müssen beim Denkmalamt noch die erforderlichen Anträge vor Baubeginn gestellt werden.“ Im Idealfall könne im Frühjahr mit der Sanierung begonnen werden.

Bäckerei-Café auf zwei Etagen mit Südterrasse

„Mit einem möglichen Betreiber für ein Bäckerei-Café sind die Verhandlungen kurz vor Vertragsabschluss“, so Schafheutle. Das derzeitige Konzept sehe ein Bäckerei-Café auf zwei Etagen mit großer Südterrasse vor und ein kleines Reisebüro im Ostteil des Gebäudes.

Weitere Planung und Ausschreibung in Arbeit

Das Markdorfer Architekturbüro Daschmann und das Büro Siegelin, Herdwangen-Schönach, arbeiteten an der weiteren Planung und Ausschreibung, diverse Sichtungen und Expertenbegehungen haben bereits stattgefunden, berichtet Schafheutle. Im ersten Obergeschoss sei mit einem Architekturbüro bereits ein Mieter für 140 Quadratmeter gefunden worden. Die Flächen im Dachgeschoss, 125 Quadratmeter, warten noch auf einen geeigneten Mieter.