Trubel ist übertrieben. Aber eine gewisse Aufgeregtheit herrscht schon im großen Saal des Hauses am Weinberg. Denn an diesem Sonntagnachmittag ist hier die Musikschule zu Gast.

Hier die jungen Geiger des Orchesters No. 1.
Hier die jungen Geiger des Orchesters No. 1. | Bild: Jörg Büsche

Sie hat zu einem besonderen Konzert eingeladen. Das „Orchester No. 1“ spielt. Das jüngste der drei musikschuleigenen Streichorchester. Wie Wanda-Maria Beer, Leiterin des Orchesters erklärt, musizieren hier die Mädchen und Jungen, nachdem sie die musikalische Früherziehung absolviert haben.

Im Orchester No. 1 spielen auch Gitarren mit.
Im Orchester No. 1 spielen auch Gitarren mit. | Bild: Jörg Büsche

Doch tritt an diesem Nachmittag keineswegs nur das Orchester No. 1 auf. Inge Augner ist auch da. Und sie hat nicht nur ihre Klanghölzer und ganz viele Xylofone mitgebracht, sondern ebenfalls die dazugehörigen Instrumentalisten – und kleinen Sänger – der musikalischen Früherziehung. Dementsprechend aufgeregt geht es im Publikum zu – wo Geschwister die Hälse recken und sich hinter dem stolz-tapferen Schmunzeln so vieler Eltern und Großeltern gleichfalls eine gewisse Unruhe verbirgt.

Viel Publikum hatte das Märchenkonzert der Musikschule im Haus im Weinberg mit dem Orchester No. 1 unter Wander-Maria Beer und den Kindern von der musikalischen Früherziehung unter Inge Augner.
Viel Publikum hatte das Märchenkonzert der Musikschule im Haus im Weinberg mit dem Orchester No. 1 unter Wander-Maria Beer und den Kindern von der musikalischen Früherziehung unter Inge Augner. | Bild: Jörg Büsche

„Weit fort in einem kalten Land“ beginnt das märchenhafte Stück, das aus Markdorfer Behaglichkeit in einen Schneesturm führt. Der wird indes nur besungen. Spannend ist die Geschichte. Denn erst klopft der Hase an, fleht um Einlass, Obdach bei diesem grimm-grausen Wetter.

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Wanja, der Jäger, gewährt es. Er gewährt es auch dem Fuchs und dem Bär. Jäger Wanja bleibt gelassen. Mögen Meister Petz, Fuchs und Hase in freier Wildnis noch so verfeindet sein. Hier unter seinem Dach wahren sie Frieden, eingekuschelt, schnarchend, zudem geschützt vorm bitterkalten Toben dort draußen vor der Tür.

Geschwister, Eltern und Großeltern sind begeistert.
Geschwister, Eltern und Großeltern sind begeistert. | Bild: Jörg Büsche

Sehr gelassen bleiben auch Inge Augner und Wanda-Maria Beer. Eben aufmunternd, dann Lob zuzwinkernd, halten sie das Konzert in munterem Fluss. Alles klappt vorzüglich, Xylofon-Spiel, Gesang und auch das Streichen. Dafür gibt es von den ergriffenen Zuhörern einen großen Applaus.

Die Geschichte von Wanja und seinen tierischen Besuchern zieht Jung und Alt in den Bann.
Die Geschichte von Wanja und seinen tierischen Besuchern zieht Jung und Alt in den Bann. | Bild: Jörg Büsche