Den Bürgerentscheid und die bevorstehende Kommunalwahl nannte Bürgermeisterstellvertreterin Martina Koners-Kannegießer als zwei zentrale Themen, die sie anlässlich ihrer Ansprache zum Neujahrsempfang beschäftigten. Denn es gehe um die Fragen, wohin und wie sich Markdorf entwickle.

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Gemeinderäte sind nicht "die da oben"

Um Antworten darauf zu finden, dafür brauche es einen Trialog aus Bürgerbeteiligung, Gemeinderat und Verwaltung. "Gemeinderäte sind nicht die da oben. Wir sind nicht abgehoben", stellte Koners-Kannegießer klar. Die Arbeit des Gemeinderates dürfe durchaus kritisch begleitet werden. Die Gemeinderatssitzungen seien öffentlich, die Räte freuten sich über Besucher. Es sei durchaus auch frustrierend, wenn die Ratsmitglieder bei schwierigen Themen nach Lösungen suchten und diskutierten, was oft unbeachtet bleibe, weil nicht emotional besetzt.

Aufruf zur aktiven Mitarbeit im Gemeinderat

Doch es brauche kommunalpolitisches Engagement und kommunalpolitische Mitverantwortung auch dann, wenn es um weniger emotionale Themen wie etwa Rathausumzug gehe. Koners-Kannegießer appellierte an Markdorfs Bürgerinnen und Bürger, sie mögen sich zur Kommunalwahl am 26. Mai auf Kandidatenlisten aufstellen lassen.

Agierende Personen für ein lebendiges Markdorf nötig

Und es brauche auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung ein Rathaus mit Bediensteten, die sich um die Belange von Bürgern und Einwohnern kümmern. Ironisch skizzierte die Bürgermeisterstellvertreterin einen digitalen, virtuellen Weihnachtsmarkt, um damit zu verdeutlichen: "Eine lebendige Stadt steht und fällt mit agierenden Personen." Jedenfalls ihr seien echter Meinungsaustausch und echte Begegnungen lieber, sagte Koners-Kannegießer.

Lob für Aktivitäten zur Städtepartnerschaft

Brigitte Kühlburger, Ensisheims Städtepartnerschaft-Beauftragte, überbrachte namens ihrer Heimatgemeinde und namens Bürgermeister Michel Habig Grüße und beste Wünsche fürs Jahr 2019. Sie hob die seit 45-Jahren bestehende Städtepartnerschaft und die regelmäßigen Aktivitäten hierfür in beiden Städten hervor. Kühlburger lobte, dass eine Markdorfer Delegation beim Neujahrsempfang in Ensisheim war. Es werde eine Delegation zum Markdorfer Stadtfest kommen und Ensisheim freue sich auf den Gegenbesuch im September. In diesem Sinne wünschte Kühlburger weitere Freundschaften.