Der CDU-Stadtverband hat seine Kandidaten für die Gemeinderatswahl am 26. Mai gewählt. Für den Gemeinderat kandidieren 17 Personen aus der Kernstadt, drei aus Ittendorf und vier aus Riedheim. Darüber hinaus nominierten die Vertreter aus den beiden Teilorten auch ihre Kandidaten für die Ortschaftsratswahlen. „In Riedheim, in Ittendorf, aber auch in Markdorf“, so betonte die Vorsitzende Susanne Schwaderer, „sind wir ganz hervorragend aufgestellt.“

Die CDU-Kandidaten für den Ortschaftsrat Ittendorf (von links): Simon Pfluger, Ursula Hutter-Koenen, Dominik Geßler, Alexander Keller, Oliver Seifried, Franz-Josef Sprißler, Guido Wingens und Karl-Heinz Alber.
Die CDU-Kandidaten für den Ortschaftsrat Ittendorf (von links): Simon Pfluger, Ursula Hutter-Koenen, Dominik Geßler, Alexander Keller, Oliver Seifried, Franz-Josef Sprißler, Guido Wingens und Karl-Heinz Alber. | Bild: Jörg Büsche

Vorstellungen, Abstimmungen und die dazu gehörigen Formalien trieb die Versammlungsleiterin mit großer Energie voran. In Anbetracht der langen Listen solle der Abend nicht ewig dauern, so die Vorgabe Schwaderers. Jedem Kandidaten gewährte sie aber genug Zeit, über die eigene Motivation zu sprechen, ebenso über seine kommunalpolitischen Ziele oder den Familienstand und die Hobbys. Eine Tendenz, die sich insbesondere in den Teilorten zeigte: Die Kandidaten kennen sich. Sie kennen sich aus dem Sport- und Musikverein und aus der Feuerwehr. Verbindungen gibt es auch am Arbeitsplatz. Die Namen einiger Unternehmen fielen öfter. Und manche Verbindung bestand sogar mehrfach, wenn sich die Kandidaten gleich in mehreren Vereinen engagierten.

Die CDU-Kandidaten für den Ortschaftsrat Riedheim (von links): Bernd Brielmayer, Sabrina Heiß, Dietmar Künzig, Dominik von Bank, Monika Hoffmann, Ralf Eichenhofer, Tobias Kreidler, Andreas Knödler und Thorben Felder.
Die CDU-Kandidaten für den Ortschaftsrat Riedheim (von links): Bernd Brielmayer, Sabrina Heiß, Dietmar Künzig, Dominik von Bank, Monika Hoffmann, Ralf Eichenhofer, Tobias Kreidler, Andreas Knödler und Thorben Felder. | Bild: Jörg Büsche

Welche Rolle solche Querbeziehungen beim Gewinnen neuer Kandidaten für die nächste Kommunalwahl gespielt hat, das ließ sich lediglich erahnen. Eines indes tauchte immer wieder als entscheidender Beweggrund für den Entschluss zur Kandidatur auf: „Wie das mit dem Bischofsschloss gelaufen ist“, so hat es Alexander Keller formuliert. Der 29-jährige Wirtschaftsingenieur aus Ittendorf kandidiert für den dortigen Ortschaftsrat. Der Unmut über das Resultat des Bürgerentscheids zum Bischofsschloss war für etliche Kanditaten maßgeblicher Anstoß, sich aufstellen zu lassen.

Andere betonten ihre Absicht, „die Stadt weiter zu entwickeln und mitzugestalten.“ So der neue Kernstadt-Kandidat Patrick Krebs – ganz ähnlich begründeten aber auch jene, ihre Kandidatur wieder, die bereits einen Ratssitz inne haben: Kerstin Mock, Martina Koners-Kannegießer, Erich Wild und Susanne Sträßle.

Dringende Probleme müssen gelöst werden

Die dringendsten Themen für die nächsten Jahre wurden in der Runde dann auch skiziert. „Im Bereich Pflegeheim sind wir längst nicht so gut aufgestellt, wie wir sollten“, erklärte die Fraktionsvorsitzende Susanne Sträßle. Eine vielleicht noch größere Herausforderung seien Bischofsschloss und Rathaus-Areal, wo es einer baldigen Lösung bedürfe. „Wir dürfen nicht vergessen, dass ja immerhin 50 Prozent für den Umzug des Rathauses ins Schloss gestimmt haben – das bleibt also eine Alternative“, erklärte Sträßle. Ebenfalls auf der CDU-Agenda stehen die Erschließung der Eisenbahnstraße, eine Bahn-Unterführung für Fußgänger und Radler sowie neue Wohnquartiere im Klosteröschle und auf den Siechenwiesen.