Beeindruckende Zahlen haben die Organisatoren im Nachgang zum letzten Markdorfer Spinning-Marathon am Mittwoch anlässlich der offiziellen Spendenübergabe im Rathaus bilanziert. Insgesamt seien in zehn Jahren 105 832 Euro durch dieses Benefiz-Radeln zusammengekommen, berichtete Monika Muehlberger. Einen Gesamtbetrag von 100 000 Euro hatten sich die Organisatoren als Ziel gesetzt.

24 000 Euro beim letzten Benefiz-Radeln gesammelt

Anlässlich der letzten Auflage des Spinning-Marathons im März sind 24 000 Euro zusammengekommen, die wie folgt verteilt werden: 10 000 Euro für das Mehrgenerationenhaus Markdorf sowie je 7000 Euro für die Kinderstiftung Bodensee und Radio 7 Drachenkinder. Vergangenes Jahr waren 18 000 Euro zusammengekommen.

In angedeuteter Spinning-Pose (von links) auf imaginären Spinning-Rädern: Gunter Göpfert, Andreas Lang, Monika Muehlberger, Waltraud Zeller-Fleck, Renate Hold, Bernhard Hatt, Ursula Schuhmacher, Bürgermeister Georg Riedmann.
In angedeuteter Spinning-Pose (von links) auf imaginären Spinning-Rädern: Gunter Göpfert, Andreas Lang, Monika Muehlberger, Waltraud Zeller-Fleck, Renate Hold, Bernhard Hatt, Ursula Schuhmacher, Bürgermeister Georg Riedmann. | Bild: Toni Ganter

Bürgermeister Georg Riedmann lobte das Engagement der Beteiligten. „Die Stadt ist stolz auf eine solch tolle Veranstaltung. Bewunderung für die Organisatoren und Helfer. Das Mehrgenerationenhaus hat von erheblichen Beträgen profitiert – eine tolle Geschichte.“

Hilfe für Kinder und Familien aus der Region

Mitorganisator Andreas Lang erklärte: „Es ist toll, wenn man sieht, dass aus einer Laune heraus über die Jahre hinweg eine der größten Benefizveranstaltungen dieser Art in Süddeutschland geworden ist. Ich konnte die jährlichen Steigerungen an Teilnehmern und Spenden kaum glauben.“ Wichtig sei von Anfang an gewesen, dass Kinder und Familien aus Markdorf und aus der Region unterstützt werden.

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Bernhard Hatt, Kinderstiftung Bodensee, nannte einige Projekte, in die der Spendenbetrag fließt: beispielsweise Vorlesenetzwerk, Hilfe in Notlagen, Musik- und Sportförderung, Freizeitaktivitäten, Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch von Kindern.

Jeder Cent dorthin, wo er nötig ist

Renate Hold, Mehrgenerationenhaus Markdorf, freute sich über den „höchsten Spendenbetrag“, den der Verein jemals erhalten habe. Kollegin Waltraud Zeller-Fleck berichtete, das Geld werde in diverse Projekte sowie für schnelle und unbürokratische Hilfen für Kinder und Familien in prekären Verhältnissen verwendet. „Kinderarmut hat mit Familienarmut zu tun. Oft fehlt es am Monatsende an Geld“, so Zeller-Fleck. Vom Spendengeld komme jeder Cent eins zu eins dort an, wo er nötig sei.

Nun ist nach zehn Jahren Schluss

Warum das Ende nach zehn Jahren? Die Benefizveranstaltung ist immer größer und aufwendiger geworden, die Kapazitätsgrenze an Manpower erreicht. Es wurde es immer schwieriger, genügend Helfer sowie Sportstudios zu finden, die teure Spinning-Räder zur Verfügung stellen. Die Hauptorganisatoren mussten die Veranstaltungen neben Beruf und Familie stemmen, der hohe Standard und die damit verbundenen Erwartungen der Teilnehmer würden auf absehbare Zeit enttäuscht.