Klausenmann, Grättimaa, Weckmann oder Stutenkerl: Wie er genannt wird, dürfte dem Mann aus Hefeteig recht egal sein. Hauptsache er schmeckt. Und das tut er offensichtlich, denn etliche Exemplare der Hefemänner, die auf den Tischen in der Stadthalle ausliegen, haben schon ihren Kopf oder ein Bein eingebüßt, noch bevor der Kaffee vollständig ausgeschenkt ist.

Helferinnen eilen mit vollen Kaffeekannen durch den Saal

Und das geschieht überraschend rasch, denn viele freiwillige Helferinnen vom katholischen Sozialdienst und vom evangelischen Frauenkreis eilen mit schnellen Schritten und randvoll gefüllten Kaffeekannen durch die Gänge. Gemütlich soll es sein beim adventlichen Nachmittag für die Markdorfer Senioren, zu dem die Stadt sowie die beiden großen Kirchen auch an diesem ersten Adventmittwoch eingeladen haben.

Marie, Amelie und Matilda spielten zusammen mit dem Streicherensemble, das Johannes Eckmann dirigierte.
Marie, Amelie und Matilda spielten zusammen mit dem Streicherensemble, das Johannes Eckmann dirigierte. | Bild: Jörg Büsche

Ein Dutzend Punkte auf dem Programm des Nachmittags

Das Programm umfasst ein Dutzend Punkte, Kaffee und Plausch mit eingerechnet. Doch allzu viel Zeit bleibt nirgends. Es geht straff zu. Ob nun das Streicherensemble der Musikschule, von Johannes Eckmann geleitet, auf die Bühne kommt, ob das Frauen-Chörle des Kirchenchors Weihnachtslieder anstimmt oder ob ziemlich am Ende des Nachmittags der Nikolaus höchstselbst einen Abstecher in der Stadthalle macht.

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Patricia Schnekenbühl als energische Organisatorin hinter der Bühne

Hinter den Kulissen geht es Schlag auf Schlag. Hier waltet Patricia Schnekenbühl, die wie Claudia Arnegger im städtischen Hauptamt arbeitet und gemeinsam mit dieser Hauptmotor des Seniorennachmittags ist, sowohl als guter Geist, als auch als überaus energische Organisatorin. „Hier entlang, junger Mann!“, fängt Patricia Schnekenbühl einen Drittklässler ein, der nicht auf Anhieb den Weg ins Nebenzimmer der Stadthalle nimmt wo sich seine Mitschüler für ihren Musical-Auftritt umziehen.

Die Drittklässler der Jakob-Gretser-Grundschule entführten zu einer Weihnachtsfeier in das Reich der Mitte.
Die Drittklässler der Jakob-Gretser-Grundschule entführten zu einer Weihnachtsfeier in das Reich der Mitte. | Bild: Jörg Büsche

Neulinge sind gespannt, andere waren schon öfter dabei

„Ich bin gespannt, was mich erwartet“, hatte Klaus Wosnitzka erklärt, bevor der Nachmittag los ging. Er sei zum ersten Mal eingeladen worden. Heidi Vieth, seine Tischnachbarin, war schon öfter da. Sie genießt das Programm. Es sei zu spüren, dass Markdorf seinen Senioren eine Freude machen wolle.

Georg Riedmann: Senioren im Saal wirken ausgesprochen jung

Ein Beispiel für diese Absicht liefert bald darauf Bürgermeister Georg Riedmann. Als er die rund 390 Gäste im Saal begrüßt, drückt er seine Verwunderung aus. Auf ihn hätten die Senioren im Saal ausgesprochen jung gewirkt. Er sei auf dem Lande aufgewachsen, da seien ihm die Senioren als entschieden älter wirkend in Erinnerung.

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Etwas später hätte der Bürgermeister noch weniger Grund zum Wundern, nach dem Auftritt der jungen Musikanten und der zum Teil noch jüngeren Tänzer und Sänger aus der Jakob-Gretser-Grundschule. Also noch bevor Rentneraugen aufleuchteten, erhellt von der Erinnerung an die eigene Kindheit – und Freude über Advent und Weihnacht.