Über einen längeren Zeitraum hat ein 25-jähriger, deutlich alkoholisierter Mann die Polizei am Dienstagnachmittag in Markdorf beschäftigt. Gegen 15 Uhr war der Betrunkene zum ersten Mal aufgefallen, als er in einer Asylbewerberunterkunft zusammen mit einem offenbar befreundeten Bewohner aggressiv gegenüber einer Mitarbeiterin des Landratsamtes auftrat und sich nach Aufforderung zunächst weigerte, das Gebäude zu verlassen. Das teilt die Polizei mit. Noch vor Eintreffen der verständigten Streife entfernte sich der Störer jedoch in unbekannte Richtung.

Mann pöbelt Laden-Personal an

Kurz nach 15.30 Uhr fiel derselbe Betrunkene in einem Lebensmitteldiscounter in der Rudolf-Diesel-Straße auf, wie er Besucher und Personal des Ladens anpöbelte. Auch hier war der 25-Jährige verschwunden, bevor die Polizei vor Ort eintraf. Nachdem der Mann aber in dem Lebensmittelmarkt bekannt war, wurde er entsprechend identifiziert. Gegen 16 Uhr erreichte die Polizei der nächste Notruf, nachdem es vor einer Gaststätte in der Hauptstraße zu einer Beleidigung seitens des 25-Jährigen gekommen war.

Nachdem er zunächst Passanten anpöbelte und ihn der Wirt daraufhin zur Rede stellte, spuckte er diesem ins Gesicht und warf ihm eine leere Glasflasche vor die Füße, teilt die Polizei weiter mit. Hier verschwand er ebenfalls vor Eintreffen der alarmierten Streifenwagenbesatzung, fiel jedoch kurz nach 16.30 Uhr in der Poststraße auf, wie er ein dort abgestelltes, unverschlossenes Fahrrad entwendete und damit davonfuhr. Im Rahmen der Fahndung konnte der Mann samt Fahrrad in der Brunnenstraße vorläufig festgenommen werden.

Betrunken auf dem Rad unterwegs

Da der 25-Jährige nach Zeugenaussagen auch in betrunkenem Zustand mit dem Rad fuhr, wurde er zum Zwecke einer Blutentnahme in ein Krankenhaus gebracht. Gegen den Transport sowie die Maßnahme selbst wehrte er sich massiv, weswegen er durch mehrere Beamte fixiert werden musste. Während des gesamten Einsatzes beleidigte er die Polizeibeamten unentwegt.

Nachdem sich der 25-Jährige auch nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen nicht beruhigen ließ und sich mutmaßlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, wurde er unter Polizeibegleitung in ein Fachkrankenhaus eingeliefert. Er gelangt nun wegen einer ganzen Reihe an Delikten zur Anzeige.