Västerbotten heißt eine Region im Nordosten von Schweden. Es ist die Heimat der Mutter von Erik Bravo Granström. Daher verbringt der 13 Jahre alte Markdorfer dort regelmäßig einen Teil seiner Ferien. So war es auch im vergangenen Jahr, als er am Lovånger Ferienlager des Schach-Clubs von Umeå, der größten Stadt Västerbottens, teilnahm.

Erik versetzte in Schweden die Spieler-Elite in Erstaunen

Im August war der 13-Jährige wieder in diesem Ferienlager, nur spielte er auch noch beim Schachturnier des Umeåer Schach-Clubs mit. Und er hat sich dort nicht nur wacker geschlagen, sondern auch den dritten Platz belegt – zum großen Erstaunen der anderen Teilnehmer, die der Västerbottener Spieler-Elite angehören.

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Kleines Preisgeld und wertvolle Punkte für daheim

Dass es ein kleines Preisgeld für den dritten Platz gab, zählt für Erik zu den angenehmen Mitnahme-Effekten. Wichtiger ist ihm, dass er wertvolle Punkte mit nach Hause bringen konnte. Die lassen ihn unter den hiesigen Schachspielern nun höher rangieren. Erik spielt im Markdorfer Schachklub. „Und Spaß hat das Turnier natürlich auch gemacht“, erinnert sich der 13-Jährige an die jüngste Meisterschaft in Schweden.

Lieber spielen als Spielzüge lernen

Der Spaß spielt für ihn eine große Rolle. „Meine Eltern sähen es schon gern, wenn ich mich konsequenter vorbereiten würde auf Meisterschaften“, erklärt Erik. Doch im Gegensatz zum reinen Spielen, dem spannenden Messen mit anderen Spielern, besteht die Vorbereitung vor allem aus Schachtheorie – aus dem Auswendiglernen von Spielzügen. Und das mag das junge Talent aus Markdorf schon weniger.

Mindestens so spannend wie manches Computerspiel

Strategisches Denken, direktes Reagieren, das Meistern komplexer Situationen, all das gefällt Erik am Schachspielen. Dass etliche seiner Altersgenossen dem Denksport am Brett mit den 64 Feldern wenig abgewinnen können, ihn sogar uncool finden, kann Erik nicht verstehen. Schach sei mindestens so spannend wie manches Computerspiel. Obwohl man sich bei beidem kaum bewege. Aber dafür hat der 13-jährige Schüler aus Markdorf einen prima Ausgleich. Er ist nämlich auch ein begeisterter Fußballer.