Die 60 ehrenamtlichen Helfer, die derzeit im Yachtclub Langenargen dafür sorgen, dass für die Crews der 23 "Achter", die an der WM teilnehmen, alles reibungslos abläuft, sind genau instruiert. Wer sich wann, wie und überhaupt dem König nähern darf, wie nahe Journalisten ihm kommen dürfen und was auf gar keinen Fall geht.

Eigentlich will der 81-jährige Monarch, König Harald V. von Norwegen, wie alle anderen Teilnehmer behandelt werden, anderseits hat er einen klaren Verhaltenskodex ausgeben: Auf keinen Fall dürfen Fotos von ihm gemacht werden, wenn er an oder von Bord seiner Yacht geht, weshalb er am Montag, dem ersten Wettfahrttag, auch als eine der letzten Teilnehmer mit seiner Yacht auslief.

Keine Bilder vom essenden König

Auch dürfen keine Bilder gemacht werden, wenn der König isst und die Journalisten dürfen sich auch auf dem Wasser dem König nur mit entsprechendem Sicherheitsabstand nähern. Darum waren viele Fotografen mit entsprechend großen Objektiven unterwegs und auch auf dem Begleitboot "Seelöwe" knipsten die Zuschauer eifrig immer dann, wenn die königliche Yacht mit dem grünen Rumpf in Sichtnähe kam.

Der König und seine Crew winken den Besuchern auf dem Begleiboot "Seelöwe" zu.
Der König und seine Crew winken den Besuchern auf dem Begleiboot "Seelöwe" zu. | Bild: Susanne Hogl

Doch wenn die Journalisten nicht dabei sind, dann ist der König ganz Sportler und hat sich am Wochenende während des Aguti-Classic-Cups durchaus leutselig gezeigt. "Als wir mit unserer Yacht bei ihm vorbeikamen rief er uns fröhlich "Go Go" zu und hat gewinkt", erzählt der 17-jährige Laurids Hogl, der als einer der jüngsten Segler auf der "Bayern II" des Lindauer Segler-Clubs mit an Bord ist.

Mit dem Boot zum Hafen

Er berichtet auch, dass der König in der Früh ganz stilecht mit einem kleinen Boot von seinem Hotel in Langenargen in den Hafen gebracht wird und nach dem Segeln in kleiner Runde den Tag bei einem Glas Wein ausklingen lässt.

Am ersten WM-Tag zeigte sich der Bodensee und das Wetter auf jeden Fall königlich: Bei leichten Winden konnte Wettfahrtleiter Rudi Magg die erste Wettfahrt am Montag kurz nach elf Uhr anschießen. Auch für den König wurde es dann ernst – und er fuhr hochkonzentriert im Regattafeld mit.

Kurz vor dem Startschuss zur ersten Wettfahrt steuert König Harald V. seine Yacht "Sira" mit schwarzen Segeln und grünem Rumpf vor Langenargen.
Kurz vor dem Startschuss zur ersten Wettfahrt steuert König Harald V. seine Yacht "Sira" mit schwarzen Segeln und grünem Rumpf vor Langenargen. | Bild: Susanne Hogl

Wie es für den Monarch an seinem ersten WM-Tag vor Langenargen lief, muss sich noch zeigen, wenn der Wind bleibt, sollen mindestens zwei Wettfahrten täglich ausgetragen werden. Am Samstag steht dann fest, wer in diesem Jahr die WM in der Acht-Meter-Klasse gewonnen hat.