1634 oder 53,95 Prozent der Bürger, die ihre Stimme abgaben, sprachen sich gegen die Baupläne der Gemeinde am Mooser Weg aus und stimmten somit gegen die Entscheidung des Gemeinderats im vergangenen Juli. Damit ist der Ratsbeschluss, auf der rund 5600 Quadratmeter großen Streuobstwiese Mehrfamilien- und Reihenhäuser zu bauen, aufgehoben. Das Teilstück der „Höhe“, die unter Landschaftsschutz steht, bleibt Fauna und Flora vorbehalten. 1395 Bürger (46 Prozent) stimmten für die Bebauung. Die Wahlbeteiligung lag bei stolzen 46,9 Prozent.

Damit haben die Initiatoren des Bürgerentscheids ihr Ziel erreicht. Die Bürgerinitiative aus Anwohnern und Naturschützern befürchtete, dass mit der Bebauung am Mooser Weg auch die „Höhe“ überplant werden könnte. Für Bernd Wahl, einen der Sprecher, zeigt das Ergebnis der Abstimmung, dass die Mehrheit der Langenargener in dieser Sache eine andere Meinung vertritt als die Mehrheit des Gemeinderates. Der wollte Baurecht in der „Baulücke“ im vereinfachten Verfahren schaffen, ohne die Öffentlichkeit zu beteiligen.

Nicht nur Bürgermeister Achim Krafft zeigte sich enttäuscht über das Ergebnis. Auch im Gemeinderat, vor allem in den Reihen der CDU und Freien Wähler, herrschte am Sonntag ein Stück weit Fassungslosigkeit, dass der Wunsch, dringend benötigten Wohnraum für Langenargener Bürger zu schaffen, nicht die Mehrheit erhielt. Nach Aussage des Bürgermeisters müssten jetzt die Gegner der Bebauung konkrete Vorschläge machen, wo alternativ gebaut werden könne.