"In mehreren Lagen sind diese Fische zu sehen", beschreibt der Langenargener, der dem SÜDKURIER faszinierende Fotos zur Verfügung gestellt hat. "Ganz oben die kleinsten, danach die mittleren und unten die großen Fische."

Bild: Wolfgang Oberschelp

Alexander Brinker zufolge handelt es sich bei den fotografierten Fischen um zwei Arten – zum größten Teil sind es Ukelei. Der Leiter der Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg in Langenargen erklärt, dass diese zu den karpfenartigen Fischen zählen und in der Regel zwölf bis 15 Zentimeter lang werden. Effektive Räuber sind Ukelei Brinker zufolge nicht. "Die Karpfen sind Friedfische, die allerdings schon einmal einen geschwächten oder gerade verendeten Fisch fressen."

Bild: Wolfgang Oberschelp

Auch für den Experten sind die Fotos, die Oberschelp dieser Zeitung zur Verfügung gestellt hat, beeindruckend. Was hinter dem Spektakel steckt? Brinker zufolge das Klima. "So ein Massenaufkommen, in diesem Falle von Karpfen, gab es im Anschluss an den Hitzesommer 2003 und jetzt wieder", erklärt er.

Bild: Wolfgang Oberschelp

Eine Folge des auch in diesem Jahr heißen Sommers, die auch manchen tierischen Jäger erfreute. Kormorane zum Beispiel schnappten sich nach Oberschelps Beobachtungen manchen Fisch. Und nicht nur sie lauerten den Ukelei auf. Oberschelp beobachtete außerdem einen Rotmilan, der sich quasi aus dem Schnabel eines Kormorans bediente.

Bild: Wolfgang Oberschelp

Leichtes Spiel hatte ein Haubentaucher. "Er schwimmt schnell mit offenem Schnabel zwischen die Fischschwärme und stopft sich so den Magen", so Oberschelp.

Bild: Wolfgang Oberschelp

Mittlerweile ist das Spektakel Brinker zufolge nicht mehr zu beobachten.