In eine große, bunte Flaniermeile haben tausende Besucher die Gemeinde Kressbronn am Sonntag beim Straßenfest verwandelt. Bei sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen machte der Bummel entlang der Straßen und Plätze sowie über den Flohmarkt gleich noch einmal so viel Spaß.

Neben den Geschäften, die ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag geöffnet hatten, engagierten sich vor allem Vereinsmitglieder an den zahlreichen Ständen zwischen Kirche und Festhalle und sorgten für eine höchst vielfältige Speisekarte. Sie reichte von äthiopischer Linsensuppe über Fischknusperle und Pizza bis zum Zwiebelkuchen. Kurt Balle von den Jedermännern des Turnvereins hatte extra eine Spätzleshobelmaschine entwickelt, um den Verkauf der frischen Kässpätzle anzukurbeln. "Die Energie kommt von einer kleinen Dampfmaschine", erläuterte er das Prinzip der Erfindung, um die ihn so manche schwäbische Hausfrau beneiden dürfte.

Auch am Stand des Kressbronner Handwerkerstammtischs, der einen Teil des Erlöses für einen guten Zweck spendet, ging die Arbeit Hand in Hand. "Besser könnte es gar nicht laufen. Wir haben schon seit gestern Spaß und Gaudi", sagte Wolfgang Straub. Hochzufrieden äußerte sich auch Manfred Brugger vom Kressbronner Handels- und Gewerbeverein, der das Straßenfest zusammen mit der Gemeinde organisiert: "Das Wetter spielt wunderbar mit, es sind viele gut gelaunte Leute unterwegs und alle Stände sind gut besucht."

Zur guten Laune trug auch das musikalische Angebot beim Straßenfest bei. Während es bei der Festhalle mit dem Musikverein Kressbronn eher zünftig zuging, ließen beim Rathaus die Bands "Salty Slickers", "Thin Mother" und die Newcomer-Band "Lakeside" die eher rockigen Töne hören. An der einen Ecke heizten die Schalmeien des Narrenvereins Griesebigger ein, an anderer Stelle rüsteten sich die Mädels des Tanzprojekts der evangelischen Kirchengemeinde für ihren Auftritt, für den sie die Straßenkreuzung mit wenigen Kreidestrichen in eine Bühne verwandelten. Wer mal so richtig ins Staunen kommen wollte, war bei Zauberer Mario Richter richtig. Mit seinen Kartentricks verblüffte er nicht nur die Kinder.

Apropos Kinder. Auch sie konnten sich über ein abwechslungsreiches Angebot und tolle Attraktionen freuen. Hoch hinaus ging es beim Kistenstapeln bei Hoffmann Optik. Erst bei der 30. Bierkiste kam der Turm des zehnjährigen Jannik ins Wanken. Spaß boten außerdem Aktionsprogramm, Hüpfburg, Karussell und Kindereisenbahn sowie das Ponyreiten.