Mehrere Männer versammelten sich am Samstag beim Zander-/Forellensee in Mengen-Rulfingen, um zu angeln. Gegen 14.40 Uhr beobachtete ein Zeuge laut Polizei, wie einer der Angler mit einem Gewehr auf einen Schwan schoss und anschließend den leblosen Schwan aus dem Wasser zog.

Den Beamten des Polizeireviers Bad Saulgau traten die fünf zum Teil erheblich alkoholisierten Angler aggressiv entgegen und bestritten den Vorfall. Unter einem Zelt der Angler fanden die Beamten aber ein Luftgewehr mit Zielfernrohr. Beim Absuchen des näheren Bereichs stießen die Beamten außerdem auf einen Trampelpfad, der zur Ablach führte. Dort konnte der tote Schwan in einer Stauwehr aufgefunden werden.

Ganz offensichtlich war der Schwan in die Ablach geworfen worden, um die Tat zu verdecken. Eine Tierärztin stellte später eine blutige Wunde am Hals des Schwan fest, die von einer Kugel stammen könnte. Die Ermittlungen konzentrieren sich momentan auf einen 30-Jährigen aus der Gruppe der Angler. Eventuell waren noch weitere Personen beteiligt. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und das Tierschutzgesetz.