Viele Menschen wollen am Freitag in der Schlosskirche Altshausen (Kreis Ravensburg) Abschied von Friedrich Herzog von Württemberg nehmen. Der 56-Jährige verunglückte vor gut zwei Wochen bei einem Verkehrsunfall. Mehr als 2000 Gäste, darunter viele Adelige, sind eingeladen, wie ein Sprecher des Schlosses mitteilte. Welche Adeligen erwartet werden, dazu wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Die Altshauser Bürger können die Messe, die der katholische Bischof Gebhard Fürst hält, auf einer Großbildleinwand auf dem Marktplatz verfolgen. „Der Bischof und das Haus Württemberg sind seit vielen Jahren einander verbunden“, teilte ein Sprecher der Diözese mit. 

Der Herzog war im Landkreis Ravensburg beim Überholen eines Traktors mit Anhänger in einen entgegenkommenden Wagen gefahren. Der 56-Jährige starb an der Unfallstelle, die drei Insassen des anderen Autos wurden leicht verletzt. Der Herzog war der älteste Sohn von Carl Herzog von Württemberg, dem Oberhaupt der Familie, und er hinterlässt eine Frau und drei Kinder. Er war der Leiter der Hofkammer, also der privaten Verwaltung, des Hauses Württemberg.

Er wird wie seine Vorfahren in der Familiengruft in der Schlosskirche Altshausen bestattet. In der Schlosskirche werden 420 Gäste Platz finden, die übrigen können den Gottesdienst per Videoübertragung in einem Zelt und der Galerie des Schlosses verfolgen, wie ein Schloss-Sprecher sagte.

Einen Trauerzug wird es demnach nicht geben. Der geschlossene Sarg wird schon zu Beginn der Feierlichkeiten in der Schlosskirche sein, wo er nach dem Requiem zur Familiengruft gebracht wird. Die Trauergäste können sich dort von Friedrich Herzog von Württemberg verabschieden, bevor sie die Kirche verlassen. Danach wird eine Glastür zur Gruft verschlossen. Für Bürger ist die Kirche dann auch ab 15.00 Uhr geöffnet, um sich zu verabschieden.