Nach dem Flugzeugabsturz mit drei Toten in der Nähe des Bodensees sind die Wrackteile am Wochenende geborgen worden. Sie mussten möglichst vorsichtig von der Unfallstelle entfernt werden, um weitere Beschädigungen zu vermeiden, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig soll das Wrack nun in einem Hangar ausgelegt werden, um die einzelnen Teile zu analysieren.

Warum die Cessna am Donnerstagabend abstürzte, ist nach Angaben der Polizei weiter unklar. Das kleine Flugzeug war auf dem Flugplatz Frankfurt-Egelsbach in Hessen gestartet und gegen 18.15 Uhr in einem schwer zugänglichen Wald bei Waldburg im Kreis Ravensburg verunglückt.

Drei Männer kamen ums Leben – darunter der Unternehmer Josef Wund (79). Er hatte sich seit den 90er Jahren dem Bau und Betrieb von Freizeitbädern wie der Therme Erding bei München gewidmet. Außerdem starben nach Polizeiangaben der 45 Jahre alte Pilot aus dem österreichischen Vorarlberg sowie ein 49-Jähriger aus Wien.

Zum Unglückszeitpunkt war es dunkel, in der Region hatte es geschneit. Ob die kleine Maschine wegen des Wetters abstürzte, sei aber nur eine der möglichen Ursachen, hatte ein Polizeisprecher nach dem Unglück betont.

Erst im Sommer war in der Region ein Kleinflugzeug verunglückt. Die Propellermaschine vom Typ Piper Malibu war mit zwei Menschen an Bord in Zürich gestartet und wenig später nahe der Insel Mainau in den Bodensee gestürzt. Der 74 Jahre alte Pilot und seine 75 Jahre alte Partnerin – beide Schweizer – starben. Die Unglücksursache ist weiter unklar.