Mit Krisen kannte Ludwig van Beethoven sich aus: Zu seinen Lebzeiten wurde Europa von Krieg und Revolution erschüttert und er überstand die Belagerung Wiens durch die Truppen Napoleons. Als Pianist und Komponist musste er mit einem Ohrenleiden fertig werden und privat brachten ihm die Briefe an die unsterbliche Geliebte kein Glück. Trotzdem schrieb er Musik, die Generationen von Komponisten inspirierte und bis heute Menschen begeistert.

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Gesprächskonzert hätte im Beethovenjahr stattfinden sollen

Am Nachmittag des vierten Advents wird Timo Handschuh Beethovens Leben und Werk in einem Gesprächskonzert im Immenstaader Rathaus vorstellen. „Die Zuhörer werden informativ durch das Leben des großen Meisters geleitet, von seinen frühen Bonner Anfängen bis zum Lebensende in Wien. Was er Bahnbrechendes komponiert hat, wird dabei genauso erläutert wie die Problematik seines Gehörleidens“, kündigt Handschuh an.

Timo Handschuh war schon mehrfach in Immenstaad zu Gast, hier bei einem Gesprächskonzert über den Walzerkönig Johann Strauss.
Timo Handschuh war schon mehrfach in Immenstaad zu Gast, hier bei einem Gesprächskonzert über den Walzerkönig Johann Strauss. | Bild: Corinna Raupach

Das schon im Beethovenjahr 2020 geplante Konzert musste damals wegen der Pandemie abgesagt werden – jetzt gilt laut Handschuh: „Zum 250. Geburtstag – plus eins“.

Die Organisation des Konzerts liegt in privater Hand. Konrad Veeser und Hubert Lehle haben früher für das katholische Bildungswerk Konzerte und Vorträge ausgerichtet. „Die Arbeit dort ruht gerade, da haben wir gedacht, wir machen das selbst“, sagt Veeser. Lehle ergänzt: „Wir wollen damit auch einen Kontrapunkt setzen zu der dunklen Stimmung im Land.“

Wie sieht das Hygienekonzept aus?

Sie werden sich beim Konzert an die aktuellen Corona-Vorgaben halten, kündigt Veeser an: „Wir haben ein Hygienekonzept erstellt, es gilt 2G Plus, nur die Hälfte der Plätze im Saal wird besetzt, zwischendurch wird gelüftet.“ Für Kontrollen und Registrierung haben sie sich Hilfe organisiert. Jetzt sind sie optimistisch und freuen sich auf den Nachmittag. Das Konzert richte sich an alle Altersgruppen. „Das ist etwas für die ganze Familie“, sagt Veeser.

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Timo Handschuh ist Pianist, Organist und Dirigent und war lange Generalmusikdirektor in Ulm und Chefdirigent des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim. An den Bodensee zieht es ihn immer wieder, zu Gesprächskonzerten, zum Orgeln und in den Urlaub. Auch dieses Mal wird er am Samstag vor dem Konzert im Abendgottesdienst der katholischen Kirche die Orgel spielen.