Nachdem der SÜDKURIER Familien dazu aufgerufen hatte, zu erzählen, wie sie in der Corona-Zeit in Kontakt bleiben, haben sich die Obenlands aus Immenstaad gemeldet. Obwohl die zwei Töchter von Sigrid und Eckhard Obenland momentan nicht zuhause sind, hat die Familie am Osterwochenende zusammen einen Spieleabend organisiert.

Töchter wohnen weit entfernt

„Unsere Anja lebt in Düsseldorf, also etwa 600 Kilometer entfernt, und Verena arbeitet zurzeit in Buenos Aires, circa 11 000 Kilometer von uns entfernt“, erzählt Sigrid Obenland. Über die Osterfeiertage wären beide eigentlich zu Besuch ins Elternhaus nach Immenstaad gekommen.

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„Es schmerzte uns sehr, dass die beiden nicht kommen konnten. Sonst haben wir jedes Osterfest groß mit der gesamten Familie gefeiert. Das ganze Haus war voll und alle waren zusammen.“

„Wir haben uns einfach darauf eingelassen“

Um das Beste aus der Situation zu machen und sich trotz Entfernung und trotz Corona zu sehen, habe sich die Familie überlegt, einen Spieleabend via Videotelefonat zu organisieren. „Die Idee kam von unseren Töchtern und wir haben uns einfach darauf eingelassen“, sagt Sigrid Obenland und lacht.

Familienzeit in der Corona-Krise: Anja und Verena Obenland (oben von links) und ihre Eltern Eckart und Sigrid Obenland spielen Activity via Skype.
Familienzeit in der Corona-Krise: Anja und Verena Obenland (oben von links) und ihre Eltern Eckart und Sigrid Obenland spielen Activity via Skype. | Bild: Screenshot privat

Skypen sei für alle Familienmitglieder nichts Neues: Oft nutzen Obenlands das Videotelefonat, um mit ihren Kindern zu telefonieren und sie gleichzeitig zu sehen. „Unsere Kontakte per Video finden häufig – natürlich zeitversetzt – zu späten Stunde statt.“

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Beim Spieleabend habe sich die Familie für das Spiel Activity entschieden, weil es ihr Lieblingsspiel sei. „Es macht uns immer unheimlich viel Spaß und erheitert den Abend“, sagt Obenland. Bei dem Gesellschaftsspiel müssen die Teilnehmer in Teams Begriffe erklären, pantomimisch darstellen oder malen.

„Es hat uns großen Spaß gemacht“

„Genauso haben wir es auch gemacht. Schnell fanden wir uns in zwei Gruppen zusammen, das Malen der Begriffe ließen wir weg“, erzählt die Mutter. „Es war unkompliziert, weil wir uns ja alle sehen konnten – und es hat uns großen Spaß gemacht.“

Wiederholung ist garantiert

Nur ein kleines Hindernis habe es gegeben: Wer an der Reihe war, musste auf den Bildausschnitt achten. „Gerade beim pantomimischen Darstellen der Begriffe mussten wir viel weiter weg von der Kamera, damit die anderen uns komplett sehen konnten“, erklärt Obenland.

Doch auch dieses Hindernis habe die Familie überwunden und ist sich sicher: Solche Abende werden auf jeden Fall wiederholt. „Wir haben noch ganz viele andere Spiele, die wir sonst als Brettspiele gespielt haben. Mal sehen, was als nächstes kommt.“

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