Normalerweise sehen Sigrid und Eckehard Obenland aus Immenstaad ihre beiden Töchter Verena und Anja in regelmäßigen Abständen. Beide wohnen seit einiger Zeit nicht mehr zu Hause. Während Anja Obenland in Düsseldorf lebt, reist ihre Schwester Verena geschäftsbedingt durch die Welt.

Zu Beginn der Corona-Pandemie war sie in Argentinien, den Sommer verbrachte sie in Madrid und nun wohnt sie in Berlin. Mutter Sigrid Obenland erzählt: „Eigentlich wollten wir Verena schon längst besucht haben. Aber die geplante Reise nach Madrid konnte coronabedingt nicht stattfinden. Und auch der Weg nach Berlin ist aktuell eher unsicher und wäre sicherlich nicht richtig. Immerhin sind es knapp 800 Kilometer.“

Vierköpfige Familie trifft sich regelmäßig per Skype

Tochter Anja sei im Sommer einmal zu Besuch bei den Eltern gewesen – und einmal reiste das Ehepaar auch nach Düsseldorf, um sie zu besuchen. Weil aber der persönliche Kontakt mit Verena seit März nicht möglich ist, hilft sich Familie Obenland anderweitig: Telefonate und Videogespräche am Wochenende gehören zum Alltag. „Besonders froh sind wir immer, wenn wir es schaffen, uns alle vier gleichzeitig über Skype zu treffen“, erzählt Sigrid Obenland.

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Dann wird die Familie auch gern kreativ: Im Frühjahr spielten sie gemeinsam das Gesellschaftsspiel Activity über Skype, momentan liegt bei Obenlands das Strategiespiel Backgammon im Trend. „Die Mädels spielen in einer Gruppe und überlegen sich ihre Züge. Sie spielen gegen mich und meinen Mann. Das Spiel wird bei uns aufgebaut, es klappt super“, sagt Sigrid Obenland und lacht.

Die 55-Jährige erzählt, dass die Familie schon immer gern gemeinsam Spiele spielt. „Am liebsten natürlich alle an einem Tisch. Weil das gerade nicht möglich ist, haben wir uns eben so ausgeholfen.“

„Hoffentlich macht uns Corona keinen Strich durch die Rechnung“

Nun hofft die Familie auf ein reales Wiedersehen an Weihnachten. Traditionell kommen die Kinder über die Feiertage zu ihren Eltern nach Hause an den Bodensee. Es wird gespielt, gelacht und gegessen. „An Weihnachten sind wir immer vereint. Hoffentlich macht uns Corona dieses Jahr keinen Strich durch die Rechnung“, sagt die Mutter.

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