Mitte August war Ulrike Seitz nach eigener Schilderung bei Kippenhausen in dem Bereich unterwegs, durch den die von den Planern bevorzugte Trasse B1 für die B 31-neu verläuft, als ihr eine Ringelnatter und eine Kröte auffielen – eine Erdkröte, wie Peter Kisser, Chef des Reptilienhauses Uhldingen auf SÜDKURIER-Anfrage bestätigt. „Die Ringelnatter auf dem Bild wollte die wahrlich sehr dicke Kröte zum Abendbrot verschlingen“, schreibt Seitz.

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Der Hunger mag groß gewesen sein, der Happen allerdings zu groß

Ob letztlich die Schlange an Selbstüberschätzung litt oder die Kröte schlicht und ergreifend ein zu dicker Happen gewesen wäre? Ulrike Seitz schaute später erneut vorbei und berichtet: „Nach einigen Stunden ließ die Schlange locker und spuckte die Kröte aus.“ Ob die Ringelnatter die Nacht hungrig verbringen musste und ob der Angriff nicht doch noch Folgen für die Kröte hatte, ist nicht bekannt. Zunächst aber, so viel konnte Seitz noch verfolgen, verzog sich die Schlange ins Dickicht und auch die Kröte suchte das Weite.

Erdkröten können solch einen missglückten Angriff überleben

Wer sich nun um die Kröte sorgt, den beruhigt vielleicht, was die kurze Nachfrage im Reptilienhaus in Uhldingen-Mühlhofen ergab: „In der Regel sind Erdkröten ein natürliches Futter für Ringelnattern„, erklärt Peter Kisser. Ab und zu handle es sich um ein zu großes Futterobjekt. Für eine überlebende Erdkröte seien nach einem solchen Versuch keine Folgeschäden zu erwarten.

Von einer ganz ähnlichen Begegnung in Salem berichtete der SÜDKURIER vor drei Jahren. Auch damals hatte sich eine Ringelnatter eine Erdkröte geschnappt. Ausgang: ungewiss.

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