Seit Dienstag ist der neue Bauhof in Immenstaad offiziell eingeweiht und für die Nutzung freigegeben. Gegenüber des Recyclinghofs befindet sich das moderne Betriebsgebäude ortsnah im Herrenweiherweg zwischen Immenstaad und Kippenhausen auf einem gut 6000 Quadratmeter großen Grundstück.

Einige Jahre habe die Gemeinde gebraucht, um den neuen Bauhof mit einer Nutzfläche von 1910 Quadratmetern zu verwirklichen, sagte Bürgermeister Johannes Henne bei der Einweihung mit Architekt Alexander Mohr, Gemeinderäten und Bauhofleiter Jürgen Hund. „Heute kommt ein erfolgreiches Projekt zum Abschluss. Wir haben ein richtiges Schmuckstück und eine Bereicherung für unsere Infrastruktur“, freut sich Henne.

Zwei Monate früher fertig

Mit der Bauvoranfrage 2016, die im August 2018 genehmigt wurde, habe noch sein Vorgänger Jürgen Beisswenger das Projekt auf den Weg gebracht. Sei doch ein Bauvorhaben im Außenbereich auch für eine Gemeinde nicht einfach zu realisieren. Nach dem ersten Spatenstich im Februar 2019 lief die Baustelle reibungslos und der neue Bauhof ist sogar zwei Monate früher fertig als geplant. „Das ist eine reife Leistung und wir sind stolz auf das neue Gebäude“, dankte Henne dem Architekturbüro Mohr. Alexander Mohr gab den Dank für ein gutes Miteinander an die Gemeinde zurück. „Auch die Zusammenarbeit mit den Handwerkern lief Hand in Hand und es war, als ob ein Zahnrad ins andere greifen würden.“

Freuen können sich auch die 14 Mitarbeiter des Bauhofs. „Der Neubau motiviert die gesamte Mannschaft“, sagte Bauhofleiter Jürgen Hund. Besonders gefällt ihm, dass Fahrzeughalle und Werkstätten nun im Gegensatz zum bisherigen Bauhof im Gewerbegebiet Bürglen in getrennten Räumen sind. „Es war sehr unangenehm für uns, wenn in der Halle ein Dieselmotor angeworfen wurde.“ Nun bietet der Bauhof, dessen Hauptgebäude dem KfW-55-Standard entspricht und über eine Wärmepumpe beheizt wird, genügend Platz für Fahrzeuge und Gerätschaften.

Motivation für Bauhof-Team

Für Materialien wie Streugut ist genügend Lagerfläche im neuen Bauhof vorhanden. Auch die für Männer und Frauen getrennten Umkleide- und Sanitärräume sowie der Aufenthaltsraum sind großzügig, hell und bieten eine hohe Aufenthaltsqualität. Durch teilweise verglaste Rolltore und Oberlicht über den gesamten First zeigt sich auch die Fahrzeughalle optisch ansprechend. Ebenso wie die Werkstatt verfügt sie über eine Betonkerntemperierung, so dass es auch im Winter nicht zu kalt wird.

Modernes Konzept

Angegliedert an den Bauhof ist ein 200 Quadratmeter großes Gewächshaus für die Überwinterung der gemeindeeigenen Pflanzen. Über die Zisterne wird Regenwasser für ihre Bewässerung gesammelt. Noch im Februar hatte der Gemeinderat beschlossen, das Dach mit einer Photovoltaikanlage auszustatten. „Damit lassen sich auch die beiden Elektrofahrzeuge des Bauhofs aufladen“, erläuterte Henne. Die Gesamtkosten inklusive Photovoltaikanlage belaufen sich auf rund 3,7 Millionen Euro. Ursprünglich geplant waren 3,5 Millionen Euro.

„Das ist eine reife Leistung und wir sind stolz auf das neue Gebäude.“

Johannes Henne, Bürgermeister