„Wir haben erst Überstunden abgebaut und Urlaub genommen, dann haben wir Dinge gemacht, zu denen sonst die Zeit fehlt“, sagt die pädagogische Leiterin Irene Blania-Nützel bei der Jahresversammlung des Vereins. Außerdem unterstützte das Team Familien durch Elternbriefe, Spielanregungen und neue Ideen zum Basteln und Bewegen.

Bedarfsabfrage für mehr Planungssicherheit

Für eine Herausforderung aus den Monaten vorher fand der Familientreff in der Zeit sogar eine Lösung: „Oft war es kurz nach acht schon voll. Das führte dazu, dass wir Familien nach Hause schicken mussten“, erzählt Blania-Nützel. Zur Kontaktverfolgung mussten Eltern seit der schrittweisen Öffnung im Mai ihre Kinder anmelden. „Wir machen jetzt eine Bedarfsabfrage, wer welche Tage dringend braucht und welche Tage noch gut wären“, sagt Blania-Nützel. Das führe für Eltern und Familientreff zu mehr Planungssicherheit.

Blick auf vielfältige Aktivitäten

Geschäftsführerin Yvonne Herrmann gab einen Überblick über die Aktivitäten im Jahr 2019. Der Familientreff hat 144 Mitglieder, die die Kleinkindbetreuung oder die Ferienbetreuung nutzen und 26 Fördermitglieder. Sieben Fachkräfte arbeiten in Teilzeit, unterstützt von Honorarkräften und Ferienjobbern.

Geschäftsführerin Yvonne Herrmann stellt den Jahresbericht vor.
Geschäftsführerin Yvonne Herrmann stellt den Jahresbericht vor. | Bild: Corinna Raupach

Neben der offenen Kleinkindbetreuung gibt es Krabbel- und Spielgruppen, Ferienbetreuung für Kindergartenkinder und Angebote für Familien wie Martinsfest oder Erste-Hilfe-Kurse. Der Verein beteiligte sich an Weinfest und italienischer Nacht und organisierte die Kinderbetreuung zum Neujahrsempfang. Mit einer Fotoaktion auf Spendenbasis nahm der Verein 640 Euro ein, die dem Kinderhospizdienst Amalie zugute kamen. „Es war uns ein Anliegen, auch einmal selbst zu spenden“, sagte Herrmann.

So konnte der Verein 2019 ein Plus von 2907 Euro verzeichnen, wie Kassiererin Jasmin Bisanz berichtete. Haupteinnahmen sind die Einnahmen aus der Kleinkindbetreuung und der Zuschuss der Gemeinde, größter Posten bei den Ausgaben sind Lohnkosten.

Flexibles Angebot als Ergänzung zu Betreuungseinrichtungen

Bürgermeister Johannes Henne dankte dem Verein. „Das ist ein großer Mehrwert in der Gemeinde, dass wir dieses Angebot haben und dass Sie mit so viel Herzblut bei der Sache sind“, sagte er. Das flexible Angebot sei eine wichtige Ergänzung zu den Betreuungseinrichtungen der Gemeinde.

Das könnte Sie auch interessieren