Es hätte schlimmer kommen können. Im Corona-Jahr hat im Turn- und Sportverein (TuS) Immenstaad der Sportbetrieb zwar geruht, aber Austritte gab es trotzdem nur vereinzelt, wie bei der Hauptversammlung berichtet wurde. Trainer und Betreuer haben dem Verein in der Pandemie demnach ausnahmslos die Stange gehalten.

Schatzmeister Alex Schmider musste ebenfalls keine roten Zahlen verkünden, dabei waren im Vereinsheim kostspielige Reparaturen aufgelaufen: Kaffeemaschine und Heizungsanlage waren defekt, die Umkleidekabinen mussten renoviert, der Kühlraum musste mit Fliesen und mit einer abwaschbaren Kunststoffdecke ausgestattet werden.

Eine besondere Ehrung für jahrzehntelange Treue haben die Mitglieder des Turn- und Sportvereins (TuS) Hubert Langenstein, Reinhold Karg, Manfred Nachtigall, Edeltraud Riegger, Armin Mayer, Gisela Minne, Klaus Priesett, Johannes Moll, Steffen Prätzlich und Gerdtrud Gerecke (von links) erfahren.
Eine besondere Ehrung für jahrzehntelange Treue haben die Mitglieder des Turn- und Sportvereins (TuS) Hubert Langenstein, Reinhold Karg, Manfred Nachtigall, Edeltraud Riegger, Armin Mayer, Gisela Minne, Klaus Priesett, Johannes Moll, Steffen Prätzlich und Gerdtrud Gerecke (von links) erfahren. | Bild: Andrea Fritz

Dann war da noch der Trainingsrasen. Jener Trainingsrasen, von dem man gedacht, gewünscht und gehofft hatte, dass die Gemeinde zuständig sei, musste letztlich doch in Eigenregie erneuert werden. Platzgärtner Klaus Negrassus hatte die Helfer angeleitet und das Material zum Selbstkostenpreis besorgt, sodass sich die geschätzten Kosten auf 15 000 Euro reduzierten.

Weil die Schar der Freiwilligen aber überschaubar war und noch mehr Arbeit ansteht, möchte der Vorstand abteilungsübergreifend regelmäßige Arbeitsdienste einführen. Sollte der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung einen Rasenzuschuss bewilligen, will Klaus Negrassus das Geld für die Jugendarbeit spenden.

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„Es hat sich im TuS trotz eingeschränktem Trainingsbetrieb und unter Mithilfe der Gemeinde einiges bewegt“, sagte der Vorsitzende Clemens Müller bei der 102. Jahresversammlung, die erstmals unter freiem Himmel auf dem Sportplatzgelände abgehalten wurde. Man habe keine Corona-Hilfen beantragen müssen.

Ein Teil der Kosten dürfte allerdings erst in diesem Jahr verbucht werden und dann, so fürchtet der Vorstand, wird sich der Ausfall von italienischen Nächten, Weinfesten, Bewirtung, Spiel- und Werbeeinnahmen bemerkbar machen. „Wir haben noch keine Not, aber ohne zusätzliche Einnahmen wird die künftige Zeit schwerer, zumal am Dach Probleme aufgetreten sind“, sagte Clemens Müller.

Manfred Nachtigall ist seit 70 Jahren Mitglied im TuS Immenstaad, Clemens Müller und Klaus Priesett gratulieren (von links).
Manfred Nachtigall ist seit 70 Jahren Mitglied im TuS Immenstaad, Clemens Müller und Klaus Priesett gratulieren (von links). | Bild: Andrea Fritz

Neben einem undichten Dach stehe auch die Sanierung der Tartanbahn an. Aber jetzt sei es erst einmal wichtig, dass man wieder trainieren könne, zusammenwachse und sportlich wieder erfolgreich sei. Das sportliche Geschehen der vergangenen Monate war allerdings schnell zusammengefasst: Weil die Spielsaison im Lockdown abgebrochen werden musste, hatte man alle Ergebnisse annulliert. Für die Mannschaften gab es also keine Auf- oder Abstiege.

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Jetzt kann zwar wieder trainiert werden, aber die Linzgauhalle steht weiterhin nur eingeschränkt zur Verfügung. Aufgrund der Hygieneauflagen tagt darin auch der Gemeinderat. „Glauben Sie mir, dass wir alles daransetzen werden, aus dieser Linzgauhalle rauszukommen“, sagte Bürgermeister Johannes Henne, der am Ende seiner Grußworte feierlich einen Mitgliedsantrag für seine vierköpfige Familie überreichte.

Das VfB-Jugend-Fußballcamp wird voraussichtlich mit 50 Jugendlichen stattfinden und wer endlich wieder Fußball auf dem Rasen sehen möchte, hat dazu am Familientag, 1. August von 10 bis 13 Uhr Gelegenheit, wie bei der Hauptversammlung außerdem angekündigt wurde.