In langen Schlangen warten die Menschen vor dem Bürgersaal im Immenstaader Rathaus. Bürgermeister Johannes Henne und seine Frau Emma begrüßen vor Beginn des Neujahrsempfangs der Gemeinde jeden Gast mit Händedruck. Im Saal empfangen die Chicken Sledge Gumpers die Besucher mit einer entspannten Mischung aus Dixie-Jazz, Traditionals und Volksmusik. Sie haben sogar einen Prinzen in ihren Reihen: Fasnetsprinz Lukas Frank spielt die Tuba, im närrischen Festgewand.

Bürgermeister Johannes Henne blickte auf Herausforderungen im vergangenen und im kommenden Jahr.
Bürgermeister Johannes Henne blickte auf Herausforderungen im vergangenen und im kommenden Jahr. | Bild: Corinna Raupach

In seiner Neujahrsrede blickt Bürgermeister Johannes Henne zurück: „Das vergangene Jahr war ein turbulentes Jahr“, sagt er. Er erinnert an den Beginn des Ukrainekriegs und an das große Engagement im Ort für die Geflüchteten. Die neu gegründete Ukrainehilfe sammelte Kleider, Hygieneartikel und Medikamente, zahlreiche Familien nahmen Ukrainer auf und die Kirchen organisierten Orte der Begegnung. „Wenn ich als Bürgermeister auf etwas stolz bin, dann ist es diese Solidarität.“ Kommunalpolitische Meilensteine nennt er die Entscheidung für den Umbau der Grundschule und eine weitere Halle, die Erweiterung der Firma Spacetec und die Eröffnung der Kita Seegaddel.

Viele Pläne für 2023

Für das laufende Jahr habe sich die Gemeinde viel vorgenommen. „Auch wenn es uns die allgemeine wirtschaftliche Lage nicht einfach macht – unsere Planung zum Umbau und zur Sanierung der Stephan-Brodmann-Schule steht für uns an erster Stelle“, sagt Henne. Dort solle ein Lernort entstehen, der auf die Zukunft ausgerichtet sei und eine verlässliche Betreuung biete. Auch die Sanierung des Sportzentrums Forstwiesen und der Linzgauhalle, der Ausbau des Breitbandnetzes, ein umfassendes Verkehrskonzept und der Ausbau der Seniorenarbeit sei geplant. Er warnt aber auch: „Es geht nicht mehr alles auf einmal.“

Jeder Platz im Immenstaader Bürgersaal ist besetzt.
Jeder Platz im Immenstaader Bürgersaal ist besetzt. | Bild: Corinna Raupach

Abschließend plädiert Henne dafür, dankbar zu bleiben für Wohlstand, Sicherheit und Frieden, die nicht mehr selbstverständlich seien. Der Bürgermeister wirbt für Vertrauen, Zuversicht und gegenseitige Akzeptanz: „Lassen Sie uns im offenen Dialog voranschreiten.“

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Ihm folgt auf der Bühne Mike Magic. Dieser verblüfft das Publikum mit Kartentricks und einem gedankenlesenden Plüschäffchen und präsentiert die Weltpremiere des „Mindtransmitters“, den er als Mentalist und Erfinder entwickelt hat. Schließlich macht er den kleinen Freiwilligen Finn zum Star auf der Bühne: Den Knoten im Seil, den Mike Magic selbst trotz Zauberspruch und Magie nicht lösen kann, wischt Finn einfach runter.

Nach dem offiziellen Teil helfen die Gäste, Stühle raus- und Stehtische reinzutragen – im Saal gibt es jetzt Häppchen, Getränke und mehr Musik und dazu viele Gespräche.

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