Der Yachtclub Immenstaad bekommt 6000 Euro Zuschuss für die Ausbaggerung der Fahrrinne im Hafen. Eine Förderung in Höhe von 630 Euro erhält der TuS Immenstaad für den Bau eines Fahrradabstellplatzes im Sportzentrum Forstwiesen. Damit trägt die Gemeinde jeweils etwa 15 Prozent der Kosten. Beide Vereine hatten ihre Anträge auf finanzielle Unterstützung erst gestellt, nachdem die Maßnahmen abgeschlossen waren. Das sehen die Vereinsförderrichtlinien eigentlich nicht vor.

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„Wir sind in einem besonderen Jahr, auch für Vereine. Sie können nicht wie sonst durch Festivitäten ihre Kassen aufbessern. Wir stehen daher dem Anliegen der Vereine wohlwollend gegenüber“, sagte Bürgermeister Johannes Henne zur Begründung. Kämmerer Matthias Herrmann erinnerte daran, dass die Gemeinde sich bereits 2014 an der Ausbaggerung der Fahrrinne durch den Yachtclub beteiligt hatte. Auch diesmal stimmte der Gemeinderat dem Zuschuss einstimmig zu.

Kämmerer Matthias Herrmann begründet, warum die Gemeinde die Anträge der Vereine befürwortet.
Kämmerer Matthias Herrmann begründet, warum die Gemeinde die Anträge der Vereine befürwortet. | Bild: Corinna Raupach

Vereine sollte frühzeitig auf die Gemeinde zukommen

Für den Fahrradabstellplatz des Sportgeländes beantragten die Grünen einen höhere Beteiligung von 25 Prozent. „Wir begrüßen diese Maßnahme als Beitrag zum Klimaschutz und zur Gesundheitsförderung“, sagte Sven Volk. Dagegen sprach sich Daniel Heberle von der FDP aus: „Wir sollten nicht bei einem Verein 15 Prozent zahlen und bei einem anderen 25 Prozent.“ Dem folgte der Gemeinderat in seinem Votum.

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Für die Zukunft sei eine Berücksichtigung von Kriterien wie Klima- oder Gesundheitsschutz bei Unterstüzungszahlungen durch die Gemeinde denkbar, sagte Henne. Er riet den Vereinen: „Wenn es Investitionen und andere Maßnahmen der Vereine gibt, sollten sie immer frühzeitig auf die Gemeinde zukommen. Es gibt auch viele Hilfen des Bundes im Rahmen der Corona-Programme für Vereine.“

Enttäuschung beim TuS Immenstaad

„Der Yachtclub Immenstaad freut sich über den Zuschuss von 15 Prozent zur Ausbaggerung der Fahrrinne„, teilte Oliver Hund, stellvertretender Vorsitzender des Clubs, mit. Klaus Priesett, Vize-Vorsitzender vom TuS Immenstaad, ist dagegen etwas enttäuscht. „Das habe ich Herrn Henne nach der Sitzung bereits gesagt“, sagte er. Das Gelände gehöre schließlich der Gemeinde. Den Fahrradständer könne die Gemeinde also noch nutzen, sollte es den TuS irgendwann nicht mehr geben. In Zukunft werde der Verein seine Anträge rechtzeitig stellen, auch die Möglichkeit einer Förderung durch Bund oder Land werde der Vorstand prüfen.

Der TuS Immenstaad ließ einen Fahrradabstellplatz im Sportzentrum Forstwiesen bauen.
Der TuS Immenstaad ließ einen Fahrradabstellplatz im Sportzentrum Forstwiesen bauen. | Bild: Corinna Raupach