Die Fraktionsvorsitzenden mahnten zu Sparsamkeit. Hubert Langenstein (FWI) schlug vor, Investitionen auf das Nötigste zu reduzieren und die Infrastruktur bestmöglich zu pflegen. Kinder- und Seniorenbetreuung, Aqua­staad und Vereinsförderung seien zu optimieren: „Reduzieren, vernachlässigen oder Abstriche machen wollen wir bei diesen Themen jedoch nicht.“

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Für die CDU wies Martin Frank auf hohe Kosten für Personalaufwendungen, Abschreibungen, Kinderbetreuung und Aquastaad und sinkende Gewerbesteuereinnahmen hin. „Daher muss eine Haushaltskonsolidierung erfolgen, um die anstehenden Großprojekte mit deren Folgekosten schließlich auch finanzieren zu können“, sagte er.

Markus Böhlen von den Grünen rief zum Engagement für Gemeinwohl, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung auf. Über die Vernetzung mit dem Landratsamt in Sachen Umwelt und Abfallwirtschaft oder dem Beitritt zum Bündnis Kommunale Biodiversität lasse sich mit wenig Geld viel erreichen.

„Immenstaad, wir haben ein Problem“

„Immenstaad, wir haben ein Problem“, sagte Marco Theiling (SPD). Das schon im Haushalt 2020 erkennbare strukturelle Defizit seien Verwaltung und Gemeinderat nicht angegangen. Für notwendige Kürzungen, Einschränkungen und Mehrbelastungen bat er die Bürger um Verständnis.

Der Gemeinderat stimmte dem Haushaltsplan einstimmig zu. Kämmerer Herrmann kündigte an, die Aufgabenstruktur der Gemeinde zu prüfen. In einer Klausur wird der Gemeinderat Einsparmöglichkeiten ausloten.