Der Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg, Walter Göppel, stellte das Programm vor. „Das ist wie ein Gesundheitscheck. Der European Energy Award ist ein Klimacheck für die Gemeinden„, sagte Göppel. Politische Rahmenbedingungen wie Klimaschutzgesetze, Kohle- und Atomausstieg hätten Auswirkungen auf Kommunen, führte er aus. Mit steigender CO2-Bepreisung erhöhten sich auch für Gemeinden die Preise für Strom und Wärme. Die Begleitung durch den EEA helfe, bei Gebäuden, Ver- und Entsorgung und Mobilität Schwachstellen zu erkennen und Ziele zu setzen. Nach vier Jahren wird eine erste Bilanz gezogen: Wie ist die Effizienz der Straßenbeleuchtung? Sind Potentiale für Solarenergie ausgeschöpft? Wie viele Heizungsanlagen laufen mit erneuerbaren Energien?

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Die Räte befürworteten das Programm. „Wir können nur gewinnen, wenn wir uns am European Energy Award beteiligen“, sagte Ernst Deisenberger (SPD) und empfahl die Einbindung sachkundiger Bürger. Für die Grünen begrüßte Sonja Heß die Aussicht auf kompetente Beratung der Verwaltung: „Klimaschutz ist wichtig und wir haben nicht mehr viel Zeit. Es muss sich in kurzer Zeit viel ändern“, sagte sie. Markus Böhlen ergänzte: „Wegen der Klimaschutzgesetze müssen wir sowieso tätig werden, da ist das ein gutes Werkzeug.“

Kosten im Auge behalten

Auch die Freien Wähler stehen dem Award positiv gegenüber. „Wir sind schon innovativ, aber mit dem EEA können wir das besser darstellen und auch erhöhte Fördersätze erhalten“, sagte Gudrun Homburger. Hubert Langenstein mahnte, die Kosten im Auge zu behalten: „Wir müssen immer fragen, wie wir das bezahlen und wie sehr unsere Verwaltung durch diese Aufgaben gebunden ist.“ Der Fixpreis für das Programm betrage 18 000 Euro, ein Zuschuss von 10 000 Euro vom Land sei möglich, erläuterte Göppel. Den Arbeitsaufwand für die Verwaltung bezifferte er nicht genau.

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„Wir vom Ortsbauamt freuen uns darauf, auf den Vergleich mit anderen Gemeinden und darauf, Handlungsfelder zu finden, bei denen wir mit wenig Mitteln viel ändern können“, sagte Ortsbaumeister Ulrich Kohler. Nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats wird die Verwaltung bis Ende des Jahres den Zuschuss beantragen und im nächsten Jahr eine Bestandsaufnahme vorlegen.