„An den Fördersätzen haben wir nichts geändert“, sagte Kämmerer Matthias Herrmann bei der Vorstellung der Neufassung im Rat. Die neue Richtlinie solle Regelungen und Vorgehensweise für alle Vereine vereinheitlichen. Ab 2022 kommen nur eingetragene Vereine in den Genuss der gemeindlichen Förderung. Lose Vereinigungen oder Kreise, die bereits einer anderen Körperschaft wie etwa einer Kirche angehören, sind nicht mehr förderfähig. Herrmann betonte, dass die Vereinsförderung eine freiwillige Leistung der der Gemeinde sei und keinen Rechtsanspruch begründe.

Die geförderten Vereine müssen allen Einwohnern offenstehen und mindestens 21 aktive Mitglieder haben. Eine weitere Voraussetzung ist, dass 60 Prozent der Mitglieder in Immenstaad wohnen. „Das Geld soll im Ort bleiben“, begründete Bürgermeister Johannes Henne.

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Auch die Zuschüsse zu Investitionen werden vereinheitlicht: Bei einer Mindestinvestitionssumme von 5000 Euro können Vereine vor Beginn einer Maßnahme eine 15-prozentige Kostenbeteiligung der Gemeinde beantragen. Bisher gab die Gemeinde zwischen 15 und 25 Prozent dazu. Hilfeleistende Vereine wie die freiwillige Feuerwehr oder die DLRG können aufgrund des besonderen öffentlichen Interesses einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent der Anschaffungskosten erhalten.

Die Frage nach der Untergrenze von 21 Mitgliedern beantwortete Herrmann mit dem Hinweis, die Gemeinde wolle vor allem langfristiges Engagement unterstützen. Der Vorschlag von Marco Theiling (SPD), im Haushalt eine Deckelung für die Vereinsförderung vorzusehen, fand ebensowenig eine Mehrheit im Rat wie der von Martin Gomeringer (Grüne), Übergangslösungen für die aus der Förderung fallenden Gruppierungen anzubieten.