Jeden Morgen stellt Nina Schobloch das kleine Tischchen mit den Behältnissen für große, kleine und ganz kleine Alltagsmasken vor den Carport der Immenstaader Brodmannstraße 10, jeden Abend holt sie ihn wieder nach drinnen. Tagsüber können so all diejenigen, die noch eine (zusätzliche) Alltagsmaske benötigen, ganz unkompliziert stöbern und ihre Lieblingsstücke mitnehmen. Das Geld dazu darf einfach in den Briefkasten geworfen werden, wer eine Spendenquittung benötigt, soll einen Zettel mit seiner Anschrift anfügen.

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Wer nicht riskieren möchte, dass der kleine Selbstbedienungsstand genau dann ausnahmsweise nicht vor dem Haus in der Brodmannstraße steht, wenn er zum Stöbern kommt, kann sich telefonisch unter 0 75 45/94 24 34 oder per Whatsapp-Nachricht an 01 60/2 01 93 13 voranmelden.

Einnahmen aus der Aktion für den Förderverein der Spielplätze

Nina Schobloch empfiehlt, für die Masken 5 bis 7 Euro zu bezahlen, das entspreche etwa ihrem tatsächlichen Wert. Die Einnahmen aus der Aktion kommen dem Förderverein der Spielplätze in Immenstaad zugute. Zur Spendenaktion kam es unerwartet, schildert Schobloch: „Schon einige Tage vor Verkündigung der Maskenpflicht bekam ich das Angebot einer engagierten Immenstaaderin, wir könnten selbstgenähte Alltagsmasken erhalten, mit denen wir Spenden sammeln.“ Anfangs habe sie abgelehnt, da sie dem örtlichen Weltladen, der Masken verkaufe, keine Konkurrenz machen wollte.

Für Kinder und Erwachsene, mit und ohne Nasendraht: Die Auswahl ist groß.
Für Kinder und Erwachsene, mit und ohne Nasendraht: Die Auswahl ist groß. | Bild: Lena Reiner

Als weitere Immenstaader ein ähnliches Maskennähangebot machten, schilderte Nina Schobloch ihre Bedenken erneut. Bald wurde jedoch klar, die Nachfrage ist größer als das Angebot und so wurde die Spendenaktion ins Leben gerufen; ausgerechnet an dem Tag, an dem die Maskenpflicht für Baden-Württembergs Nahvekehr und Einzelhandel verkündet wurde. In der ersten Woche habe es daher auch einen „echten Ansturm“ auf die Masken gegeben.

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Bereits 1200 Euro Spenden sind bisher eingegangen

„Schon am ersten Tag gingen 40 Bestellungen bei mir ein“, verrät Schobloch. Bis jetzt wurden deutlich mehr als 100 Masken verkauft, mehr als 1200 Euro Spenden für den Verein gingen ein. Die Masken gibt es in unterschiedlichen Größen, Ausführungen, Mustern und Farben: von ganz klein bis ganz groß. Für den richtigen Sitz sorgt bei den meisten Modellen ein Draht, der außerdem bei Brillenträgern das Beschlagen der Brille verhindern kann. Die Modelle ohne Draht sind separat verpackt und beschriftet.

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