Anstelle des traditionsreichen Gasthauses „Schiff“ in der Seestraße West sollen zwei Neubauten entstehen, in denen sich Wohnungen und eine Gastronomie mit Außenbereich befinden. Der Gemeinderat stimmte zu, den Planentwurf der Baufirma Löffler öffentlich auszulegen. Sechs Wochen lang können Träger öffentlicher Belange sowie Bürger die Unterlagen im Rathaus und auf der Internetseite der Gemeinde einsehen und sich dazu äußern.

Der Gemeinderat Immenstaad debattiert über den Bebauungsplan „Südliche Seestraße West, ehemaliges Hotel Schiff“.
Der Gemeinderat Immenstaad debattiert über den Bebauungsplan „Südliche Seestraße West, ehemaliges Hotel Schiff“. | Bild: Corinna Raupach

Im Zuge der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit waren bereits einige Stellungnahmen eingegangen. Städteplaner Helmut Hornstein legte diese dem Rat vor. Landratsamt und Regierungspräsidium weisen darauf hin, dass das Grundstück teilweise im festgesetzten Überschwemmungsgebiet liegt. „Die neuen Gebäude sind so geplant, dass im Fall eines Hochwassers am Bodensee keine Gefährdung von Leben und keine erheblichen Sachschäden zu erwarten sind“, kommentierte Hornstein. So gebe es keine Wohnungen und Aufenthaltsräume im Untergeschoss und die Tiefgarage liege außerhalb der Hochwasserlinie.

Städteplaner Helmut Hornstein stellte dem Rat die ersten Stellungnahmen und verschiedene Gutachten zum Bauvorhaben vor.
Städteplaner Helmut Hornstein stellte dem Rat die ersten Stellungnahmen und verschiedene Gutachten zum Bauvorhaben vor. | Bild: Corinna Raupach

Die Vorschläge des Landratsamts, insektenfreundliche Beleuchtungen festzusetzen und die Tiefgarage zum Schutz des Grundwassers wasserundurchlässig auszuführen, befürwortete Hornstein. Der öffentliche Zugang zum See, dessen Erhalt der BUND fordert, sei durch die Gaststätte wie bisher gewährleistet. Der Rat folgte Hornsteins Empfehlungen.

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Auch die Ergebnisse diverser Gutachten stellte Hornstein vor. So müssen aufgrund einer schalltechnischen Untersuchung die Fenster der Erdgeschosswohnung verlegt und Tiefgarageneinfahrt sowie Raucherbereich eingehaust werden. Die Betriebszeiten der Gastronomie sind an Lärmschutzregeln anzupassen. Eine Referenzbegehung zum Artenschutz ergab, dass dem Abriss des alten Gasthofs keine Vorkommen von Vögeln oder Fledermäusen entgegenstehen.

Die Beseitigung des Holzschuppens darf allerdings nur außerhalb der Brutzeiten geschehen. Die alten Laubbäume auf dem Gelände sind als Lebensraum etwa für Insekten auf jeden Fall zu erhalten.