Das Konzept für die Baumpflanzaktion stellte die stellvertretende Ortsbaumeisterin Hannah Mangold im Gemeinderat vor. Angedacht sind Neupflanzungen auf öffentlichen und privaten Flächen. „Uns ist wichtig, dass die Bäume klimastabil und einheimisch sind“, sagte Mangold. Die Immenstaader können sich mit Baumspenden beteiligen, pro Baum fallen Kosten zwischen 20 und 250 Euro an. Auf öffentlicher Fläche übernimmt die Pflanzung der Bauhof. „Das Tolle ist, dass wir etwas für das Ortsbild und das Klima tun und dass Bürgerinnen und Bürger sich einbringen können“, sagte Bürgermeister Johannes Henne.

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Alle Fraktionen im Rat begrüßten die Maßnahme. Für die CDU mahnte Martin Frank zu Haushaltsdisziplin. „7500 Euro sind für diese Aktion eingestellt, das sollten wir einhalten“, sagte er. Die Bauhoflöhne nicht mit einzubeziehen hält die CDU für eine Milchmädchenrechnung. Auch Hubert Langenstein von den Freien Wählern warnte: „Wenn wir mehr Arbeit für den Bauhof generieren, steigen dort die Personalkosten.“ Er regte an, Förderprogramme in Anspruch zu nehmen. Ernst Deisenberger (SPD) wies darauf hin, dass die Kalkulation einen zu hohen Mehrwertsteuersatz zugrunde lege.

Welche Baumarten hinter den E-Ladestationen stehen sollen, ist noch offen.
Welche Baumarten hinter den E-Ladestationen stehen sollen, ist noch offen. | Bild: Corinna Raupach

Bei den Baumarten rieten die Räte zu weiteren Recherchen. Langenstein nannte alte, gut angepasste Obstsorten. Die Pflanzung von Walnussbäumen empfahl Markus Böhlen von den Grünen – auch um die Entwendung von Walnüssen aus Privatgrundstücken zu verringern.

Mehr Grün im Zentrum

Verbesserungspotenzial sahen die Räte bei der Standortwahl und wünschten mehr Grün im Zentrum. „In der Nähe vom Wald Bäume zu pflanzen ist nicht nötig“, sagte Frank. Martin Gomeringer (Grüne) hielt dagegen: „Prinzipiell ist jeder Baum wichtig für die CO2-Bilanz.“ Langenstein riet, Anpflanzungen am Kletterpark zu verschieben, da dies mit der Optimierung der Trasse für die B 31 kollidieren könne.