Für Seha (6) steht ein großer Tag bevor. Mit neun weiteren Kindern darf sie zur Feuerwehr und dort erleben, welche Aufgaben die Lebensretter mit den roten Löschfahrzeugen bewältigen müssen. Seha ist bei Immos Ferienprogramm dabei. "Ich bin fast jeden Tag hier und freue mich sehr auf unseren Besuch bei der Feuerwehr", sagt die Sechsjährige aus Kippenhausen.

Bevor es zu Feuerwehrwache geht, treffen sich die Kinder mit ihren Betreuerinnen Anna-Sophia Stefan und Nina Burkhard am Rathaus. Dort werden sie von zwei großen Löschfahrzeugen abgeholt. So erfüllt sich direkt zu Beginn ein Traum: "Ich wollte schon immer mal in einem Feuerwehrauto mitfahren", sagt Seha. Als dann auch noch die Sirene aufheult, ist der Jubel groß.

Kinder lernen Aufgaben der Feuerwehr kennen

Angekommen am Feuerwehrhaus gibt es von Gerd Wiggenhauser, Gerätewart der Freiwilligen Feuerwehr Immenstaad, eine kleine Einführung in die vier Aufgabenbereiche der Feuerwehr. "Retten, bergen, löschen und schützen. Das sind unsere Kernbereiche", erklärt Wiggenhauser den Kindern und zeigt dabei auf das Feuerwehrlogo, das am Eingang des Hauses angebracht ist.

Gerd Wiggenhauser, Gerätewart bei der Freiwilligen Feuerwehr Immenstaad, erklärt den Kindern die grundlegenden Aufgaben der Feuerwehr.
Gerd Wiggenhauser, Gerätewart bei der Freiwilligen Feuerwehr Immenstaad, erklärt den Kindern die grundlegenden Aufgaben der Feuerwehr. | Bild: Mona Lippisch

Weiter geht es in die Umkleidekabine. Wiggenhauser räumt für die Kinder seinen Spind aus. Als erstes hält er einen Helm nach oben. "Ah, den muss man aufziehen, damit nichts auf den Kopf fallen kann", weiß der elfjährige Marcel. Auch eine feuerfeste Jacke, Handschuhe und den Gürtel, an dem Utensilien wie eine Axt befestigt sind, bekommen die Kinder zu sehen.

Gerd Wiggenhauser erklärt, dass jeder Helfer seinen eigenen Spind hat.
Gerd Wiggenhauser erklärt, dass jeder Helfer seinen eigenen Spind hat. | Bild: Mona Lippisch

Als Gerd Wiggenhauser fragt, wer die Ausrüstung denn einmal anprobieren möchte, sind die Kinder nicht mehr zu halten. Den Anfang macht Seha. "Etwas zu groß, ganz schön schwer und viel zu heiß", ist ihr Fazit, nachdem sie die Jacke und den Helm anprobiert hat.

Seha in Feuerwehrkleidung: Die Sechsjährige geht in der Jacke von Gerd Wiggenhauser zwar fast unter, fühlt sich aber wie eine ganz Große.
Seha in Feuerwehrkleidung: Die Sechsjährige geht in der Jacke von Gerd Wiggenhauser zwar fast unter, fühlt sich aber wie eine ganz Große. | Bild: Mona Lippisch

"Es ist total spannend hier", findet Seha. "Ich bin zwar oft hier bei der Feuerwehrhalle, weil ich nebenan Turnunterricht habe, aber so genau habe ich das alles noch nie gesehen." Besonders freut sie sich auf das Fahren mit der Drehleiter. "Uns wurde versprochen, dass wir ganz hoch hinaus dürfen", sagt Seha.

Viel zu entdecken im Löschfahrzeug

Schläuche, Verbandskasten, Atemschutzmaske, Sauerstoffflasche und vieles mehr. Die Kinder entdecken, was alles im Feuerwehrwagen untergebracht ist. Einer, der sich schon bestens auskennt, ist Nils. "Ich bin schon zum fünften Mal bei der Feuerwehr", erzählt der Achtjährige. Nils war bereits im vergangenen Jahr bei Immos Ferienprogramm dabei. So kann er einige der Fragen, die Gerd Wiggenhauser an die Kinder richtet, beantworten. Etwa, wo sich denn die Schläuche im Löschfahrzeug befinden. "Na dort", sagt Nils und zeigt auf eine Stelle am Auto.

Was es in einem Feuerwehrauto alles zu entdecken gibt, zeigt Gerd Wiggenhauser.
Was es in einem Feuerwehrauto alles zu entdecken gibt, zeigt Gerd Wiggenhauser. | Bild: Mona Lippisch

Nils ist sehr zufrieden mit dem Ausflug zur Feuerwehr.

Nils (8): "Es gefällt mir prima. Natürlich ist es sehr heiß, aber wir spritzen bestimmt gleich noch mit dem Wasser und dann wird es wieder besser."
Nils (8): "Es gefällt mir prima. Natürlich ist es sehr heiß, aber wir spritzen bestimmt gleich noch mit dem Wasser und dann wird es wieder besser." | Bild: Mona Lippisch

Auch Marcel (11) freut sich schon auf die Aktion mit dem Wasser. Doch erst einmal heißt es, die Schläuche auszurollen. "Das ist ganz schön anstrengend", findet Marcel.

Marcel (11): "Ich mache bei meiner Oma in Immenstaad Urlaub und bin froh, einmal bei der Feuerwehr zu sein."
Marcel (11): "Ich mache bei meiner Oma in Immenstaad Urlaub und bin froh, einmal bei der Feuerwehr zu sein." | Bild: Mona Lippisch

Sind die Schläuche ausgerollt, müssen sie am Hydranten angeschlossen werden. Marcel Dickreuter von der Freiwilligen Feuerwehr zeigt den Kindern, wie das funktioniert. "Alle aus dem Weg, jetzt wird es gleich nass", sagt Dickreuter und lacht. Bevor das Wasser zum Löschen verwendet werden kann, schaut der Feuerwehrmann, ob es auch sauber ist. "Einmal aufdrehen und wenn alles in Ordnung ist, können die Schläuche angeschlossen werden", erklärt Dickreuter.

Marco Dickreuter von der Freiwilligen Feuerwehr Immenstaad zeigt den Kindern, wie der Schlauch am Hydranten angeschlossen wird.
Marco Dickreuter von der Freiwilligen Feuerwehr Immenstaad zeigt den Kindern, wie der Schlauch am Hydranten angeschlossen wird. | Bild: Mona Lippisch

Als es dann ans Löschen geht, sind die Kinder in ihrem Element. Auch Anna-Marie (6) packt fleißig mit an. Unterstützt durch Dickreuter zielt auf ein aufgestelltes Holzhaus. "Ganz schön schwer, aber es macht sehr viel Spaß", sagt die Sechsjährige.

Bild: Mona Lippisch

Höhepunkt ist das Drehleiterfahren

Nachdem die Schläuche aufgerollt und eingepackt sind, kommt das, worauf sich alle Kinder schon freuen: die Fahrt mit der Drehleiter. Bis zu 30 Meter weit nach oben fährt die Leiter. Je drei Kinder und eine Begleitperson der Freiwilligen Feuerwehr passen in die Kabine.

Ab auf die Drehleiter. Sogar die Kleinsten fahren mit Pascal Herpel von der Freiwilligen Feuerwehr ganz nach oben.
Ab auf die Drehleiter. Sogar die Kleinsten fahren mit Pascal Herpel von der Freiwilligen Feuerwehr ganz nach oben. | Bild: Mona Lippisch

"Es war ganz toll. Von da oben konnte ich den Bodensee sehen und sogar Baustellen. Und zwei Bauarbeiter haben mir auch noch gewunken", sagt Hannes und strahlt über beide Ohren.

30 Meter nach oben: Von der Drehleiter kann Hannes über den Bodensee sehen.
30 Meter nach oben: Von der Drehleiter kann Hannes über den Bodensee sehen. | Bild: Mona Lippisch

Auch für Lena ist die Drehleiter der Höhepunkt an diesem Tag. Neben dem Tag bei der Feuerwehr hat sie schon bei einigen weiteren Aktionen im Rahmen von Immos Ferienprogramm mitgemacht. "Das andere war auch immer schön, aber das hier ist wirklich toll", sagt Lena.

Lena (5): "Ich habe ganz Immenstaad gesehen und den schönen See."
Lena (5): "Ich habe ganz Immenstaad gesehen und den schönen See." | Bild: Mona Lippisch