Das Vereinsgelände inklusive -heim ist in gutem Zustand, die Mitgliederzahl ist gestiegen und auch sportlich läuft es recht gut beim Turn- und Sportverein (TuS). Das wurde bei der Hauptversammlung deutlich. Und es gab weitere positive Nachrichten: Die Vorbereitungen zur 100-Jahr-Feier schreiten voran. Ein zweiter Band der Vereinschronik wird erscheinen. Außerdem bereitet der Verein sportliche und festliche Höhepunkte im Jubiläumsjahr vor. Die Wermutstropfen schmecken trotzdem bitter: In Bezug auf die seit Jahrzehnten ersehnte Sporthalle gibt es weiterhin wenig Hoffnung. Nach heutigem Stand wird die Linzgauhalle noch viele Jahre genügen müssen. Auch die finanziellen Reserven des Vereins schrumpfen, obwohl sich zahlreiche Ehrenamtliche enorm im Sportbetrieb engagieren und sich weit darüber hinaus für ihren TuS einsetzen.

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Rund 90 Übungsleiter und Betreuer engagieren sich ehrenamtlich

Geschäftsführerin Martha Laboureur berichtete: „Jeder sechste Immenstaader ist im TuS.“ Sie nannte die konkreten Zahlen dazu: 1264 Mitglieder zähle der Verein (Stand Ende 2018), darunter 648 aktive Erwachsene sowie 453 Kinder und Jugendliche. Beachtlich sei auch die Zahl der lizenzierten Übungsleiter: Diese sei auf 19 gewachsen. Fast noch eindrucksvoller sei jedoch, dass es knapp 90 Übungsleiter und Betreuer gebe, die sich ehrenamtlich um die Sportler kümmern und so den Sportbetrieb in allen fünf Abteilungen des Vereins am Laufen halten.

Freiwillige Helfer unterstützen bei Pflege des Vereinsgeländes

Auch bei der Pflege des Vereinsgeländes sei der Einsatz von Ehrenamtlichen unbezahlbar, lobte der TuS-Vorsitzende Clemens Müller die freiwilligen Helfer, die im vergangenen Jahr die zugewachsenen Ränder rund um den großen Stadionsplatz freigelegt, die Terrasse nebst Geländer am Vereinsheim saniert und dessen Dach abgedichtet haben. Auch viele Immenstaader Handwerker hätten dazu beigetragen, dass auf dem Vereinsgelände alles in gutem Zustand sei und bleibe, fügte er hinzu. Zudem helfe der Bauhof der Gemeinde dabei, dass auf dem Sportgelände immer alles in Ordnung sei.

Verein rechnet mit größeren Ausgaben im Jubiläumsjahr

Trotzdem habe der Verein 2018 rund 28 000 Euro ins Vereinsheim sowie 8000 Euro in die Pflege der Außenanlagen investieren müssen. Kassierer Alex Schmieder bilanzierte für 2018 ein Minus von mehr als 10 000 Euro und kommentierte dies so: „Darüber bin ich trotzdem sehr erfreut, denn eigentlich habe ich mit mehr gerechnet.“ Auch wegen der 100-Jahr-Feier kämen auf den Verein 2019 größere Ausgaben zu, kündigte Schmieder an. Höhepunkte des Jubiläumsprogramms sind der Tag des Sports am 20. Juli und der Jubiläums-Festabend am 22. November in der Linzgauhalle. Außerdem soll die Vereinschronik um einen zweiten Band ergänzt werden. „Vielleicht findet sich ja der eine oder andere großzügige Spender“, hofft Schmieder.

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Sportler müssen sich vorerst weiter mit Linzgauhalle begnügen

Der Wunsch nach einer Sporthalle ist beim TuS nach wie vor groß. Martha Laboureur beendete ihren Bericht mit den Worten: „Sport gehört zur Grundversorgung. Die Politik muss uns helfen.“ Vorsitzender Clemens Müller berichtete von mehreren Gesprächen zu dem Thema mit Bürgermeister Johannes Henne und fasste zusammen: „Wir mussten leider feststellen, dass die Sporthalle immer noch hinter anderen Investitionen zurückstehen muss.“ Der Bürgermeister betonte in seinem Grußwort, dass er mit dem Verein intensiv im Gespräch bleiben wolle und dass die Gemeinde bemüht sei, gemeinsame Lösungen zu finden. „Die Halle muss noch für mehrere Jahre nutzbar bleiben“, machte Henne deutlich und kündigte ein „leichtgewichtiges Sanierungskonzept“ an.