Immenstaad (gik) Im dritten Jahr in Folge berichtete Ute Stegmann, Leiterin der Tourist-Information, von weiter gestiegenen Zahlen bei Gästeankünften und Übernachtungen für die vergangene Saison. Mit 375 275 Übernachtungen wurden 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr und zugleich die höchste Zahl verbucht, die Immenstaad jemals erreicht hat. Vor allem bei den Übernachtungen in Ferienwohnungen wurden kräftig gestiegene Zahlen erzielt, aber auch Gasthöfe und Hotels haben zugelegt, was Stegmann auch auf Investitionen der Betriebe zurückführt. Sehr zu Stegmanns Freude konnten auch im Herbst die Übernachtungszahlen deutlich gesteigert werden: "Der Oktober hat einen Sprung nach oben gemacht."

Auch an Immenstaad sei ein allgemeiner Trend nicht vorbeigegangen, so Stegmann: "Die Deutschen reisen kürzer, aber öfter." Das zeigt sich in einer langsam aber stetig sinkenden Aufenthaltsdauer. Aber diese sei in Immenstaad immer noch höher als in vielen anderen deutschen Urlaubsregionen, erklärte Stegmann: "Viele beneiden uns darum." Eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Buchung spielen Online-Portale, auf denen potenzielle Gäste vor ihrer Buchungsentscheidung oft Bewertungen anderer Urlauber zurate ziehen. Sehr attraktiv für viele Urlauber sind die von der Tourist-Info teilweise zusammen mit Hagnau und Meersburg organisierten Sonderschifffahrten nach Stein am Rhein oder auf die Mainau, auch die Hohentwiel fährt zwei Mal ab Immenstaad. Stolz ist Immenstaad auch darauf, dass von sieben als "weinaffine Hotels" ausgezeichneten Betrieben am Bodensee drei in Immenstaad zu Hause sind: das Hotel Seehof, das Hotel Heinzler und das Weingut Röhrenbach.

Angebote wie Weinproben, Rundfahrten durch die Weinberge mit dem Winzerexpress und Weinspaziergänge runden das Angebot zum Thema Wein und Tourismus ab. Auch eine ganze Reihe von Frühjahrsveranstaltungen sollen das touristisch noch eher schwache Frühjahr attraktiver machen. Zur Echt-Bodensee-Card wird es am 31. Mai eine Informationsveranstaltung für Gastgeber und Gemeinderat geben. Am 24. März hätten 25 bis 30 Gastgeber das Angebot genutzt, um sich über die Karte informiert. "Wir hatten am Ende dieses Tages eine überwiegend positive Stimmung", berichtete Stegmann, die hofft, dass sich der Gemeinderat vor der Sommerpause für die Teilnahme an der EBC aussprechen wird.