Mit einer Steigerung der Teilnehmerzahl gegenüber dem Vorjahr hatte der Windsurfing Club Immenstaad (WSI) beim Rennen der Stand-up-Paddler um den SUP-Cup gerechnet. Denn dieses Mal gab es zusätzlich Punkte für die SUP Alps Trophy zu erpaddeln, die auf fünf verschiedenen Seen im Alpenraum ausgetragen wird.

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Dass es mit 60 Teilnehmern fast doppelt so viele SUP‘ler zum Rennen nach Immenstaad zog wie 2018, war für die Organisatoren trotzdem eine erfreuliche Überraschung. Die Rennen verliefen durchweg spannend – wer Sieger wurde, entschied sich erst auf den letzten Metern.

Bei der Wenden geht es eng zu. Mancher nimmt bei dem Manöver ein unfreiwilliges Bad. Links der spätere Sieger Normen Weber.
Bei der Wenden geht es eng zu. Mancher nimmt bei dem Manöver ein unfreiwilliges Bad. Links der spätere Sieger Normen Weber. | Bild: Gisela Keller

„Hang Loose“ – locker bleiben, lautet die Devise bei den Surfern auf Hawaii und das haben auch die SUPler zu ihrem Wahlspruch gemacht. Vor und zwischen den Rennen haben sie es sich neben ihren Boards auf Klappstühlen bequem gemacht, sammeln Kräfte für die Wettkämpfe und unterhalten sich.

60 Teilnehmer und ihre Begleiter haben sich auf dem Gelände des WSI versammelt und natürlich auch jede Menge Boards dabei.
60 Teilnehmer und ihre Begleiter haben sich auf dem Gelände des WSI versammelt und natürlich auch jede Menge Boards dabei. | Bild: Gisela Keller

Man kenne sich gut untereinander in der Rennszene, die trotz vieler Freizeit-SUP‘lern noch relativ klein sei, sagt Reinhold Weiß, der aus der Nähe vom Memmingen angereist ist. Er selbst zählt sich zu den Amateuren, aber er findet die Gelegenheit toll, mit richtigen Könnern dieses Sports zu fahren. „Die Profis sind sehr offen, wenn man sie etwas fragt. Und man kann auch viel von ihnen lernen“, sagt er.

Normen Weber ist Deutscher Meister und geht auch in Immenstaad als Sieger hervor.
Normen Weber ist Deutscher Meister und geht auch in Immenstaad als Sieger hervor. | Bild: Gisela Keller

Einer dieser Profis ist Normen Weber, amtierender Deutscher Meister in den Disziplinen „Long Distance„, „Technical Race“ und Sprint. Er nahm zum ersten Mal am Rennen in Immenstaad teil.

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Über den Bodensee sagt er: „Man merkt wirklich, dass es kein kleiner See ist. Es gibt große Schiffe, Wellen, Wind und immer wieder wechselnde Bedingungen.“ Weber paddelte wenige Meter vor dem lange führenden Peter Weidert ins Ziel. „Es war knapp“, sagt Weber, „wegen der Wellen wurden seine Beine müde und ich konnte ihn in der dritten Runde überholen.“

So grüßen sich Surfer weltweit per Handzeichen. Hier grüßt die Siegerin bei den Frauen: Andrea Kämmerer.
So grüßen sich Surfer weltweit per Handzeichen. Hier grüßt die Siegerin bei den Frauen: Andrea Kämmerer. | Bild: Gisela Keller

Bei den Frauen paddelten Andrea Kämmerer und Marion Rappl bald weit vor allen anderen. Erst kurz vor dem Ziel zog Kämmerer ihrer Rivalin ein Stück davon und war nicht mehr einzuholen.

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„Da habe ich den Turbo eingeschaltet“, scherzt sie. Zu den jüngsten Startern gehört Lukas Steinwagner. Der jetzt Neunjährige wurde mit fünfeinhalb von der SUP-Begeisterung seiner Eltern angesteckt und fährt in der Saison jedes zweite oder dritte Wochenende bei Rennen.

Lukas Steinwagner ist neun Jahre alt und startet bei vielen Wettkämpfen. Meistens liegt er vorn. So war es auch in Immenstaad.
Lukas Steinwagner ist neun Jahre alt und startet bei vielen Wettkämpfen. Meistens liegt er vorn. So war es auch in Immenstaad. | Bild: Gisela Keller

Er sagt: „Es macht viel Spaß.“ Von seiner Mutter Katrin Dinkelmeyer ist zu erfahren: „Zwischen den Rennen weigert er sich trotzdem zu trainieren.“ Was dem Erfolg aber offenbar nicht schadet, wie Lukas erzählt: „Ich gewinne meistens und wenn nicht, dann werde ich Zweiter oder Dritter.“

Bei den Frauen liefern sich Marion Rappl (links) und Andrea Kämmerer ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende hat Kämmerer die Nase vorn.
Bei den Frauen liefern sich Marion Rappl (links) und Andrea Kämmerer ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende hat Kämmerer die Nase vorn. | Bild: Gisela Keller

Mit dem Sprint, bei dem die Teilnehmer in vier Gruppen starteten, endeten die spannenden Wettkämpfe.