Die Leiterin der Theater-AG der Stephan-Brodman-Schule, Gabi Gerdau, hat aus dem Buch "Emil und die Detektive" ein unterhaltsames Bühnenstück mit zur Altersgruppe der Schauspieler passender Länge gemacht. "Mehr als 30 bis 40 Minuten sollten es nicht sein", erklärt die erfahrene Theaterpädagogin, die seit vielen Jahren die AG leitet. Welches Stück sie wähle, hänge vor allem von der Zahl der Kinder in der AG ab. Dass die theaterpädagogischen Spiele, die den Proben fürs Stück vorausgingen, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das gegenseitige Vertrauen der Kinder aus der zweiten, dritten und vierten Klasse gestärkt haben, zeigte sich in ihrem sehr selbstbewussten und unbeschwerten Auftreten auf der Bühne.

Dass Kinder und Publikum viel Spaß hatten, lag auch an vielen lustigen Kleinigkeiten, die Gerdau eingebaut hatte. Dem "Fast vom Sitz fallen" beim Bremsen von Zug oder S-Bahn etwa oder an Erich Kästner, der wie im Buch auch im Stück auftauchte: Er trug feinen Zwirn und Zylinder, gab dem bestohlenen Emil eine Fahrkarte für die S-Bahn aus und stellte sich im Stil von James Bond vor: "Ich bin Kästner – Erich Kästner."

"Das macht die Berliner Luft-Luft-Luft"

Besonders gut gefiel Fiona, die den bestohlenen Emil spielte, und Sofia, die in der Rolle von Emils Oma zu sehen war, die Verfolgungsjagd, mit der Emil und seine neuen Freunde dem Dieb in Berlin auf den Fersen blieben. Und natürlich der Freudentanz zum Schluss, nachdem der Dieb gestellt und der Polizei übergeben worden war. Dazu sangen alle: "Das macht die Berliner Luft-Luft-Luft."

Im Publikum saßen auch viele stolze Eltern wie der Papa von Laureen Eberle, der Darstellerin des fiesen Herrn Grundeis. "Die Aufführungen der Theater AG sind immer sehr nett und die Kinder mit vollem Eifer dabei", sagte Tobias Eberle. Den früheren Schulleiter Wolfgang Krug beeindruckte sehr, wie laut und deutlich die jungen Schauspieler sprachen. "Wir haben sehr viel Sprechtraining gemacht, weil ich wir keine Kopfmikros hatten und viel Bewegung im Stück ist", erklärte Gerdau.