Interessante Experimente mit Wasser werden noch spannender, wenn man sie an Bord eines besonderen Schiffes macht. Deshalb sticht Biologin Sabine Schmidt-Halewicz alias Professor Dr. Irrmichnicht zusammen mit ihrer Assistentin Schlaumi Schlauberger auch gerne mit Kindern und Erwachsenen zu Forscherfahrten auf der Lädine in See.

Bei solchen Fahrten gibt es vieles zu herauszufinden: Über Wasser und Luft, Lädinen und den Bodensee. Davon, dass eine Forscherfahrt nicht nur Kindern viel Spaß macht, konnte sich der SÜDKURIER beim Mitfahren überzeugen. Was die durchsichtigen Wasserkübel auf den Tischen wohl zu bedeuten haben? Wassergläser, Milchtüten, Flaschen, Papierblätter und CDs gehören zu den Utensilien, die Schlaumi Schlauberger nach und nach verteilt. Kinder und Erwachsene bleiben bei den spannenden Experimenten nicht ganz trocken. Aber sie finden zum Beispiel heraus, wieso das Wasser aus der vollen Flasche nicht in die leere darunter fließen möchte und wie man in so einem Fall nachhelfen kann. Zum Beispiel, indem man einen Tornado in der Wasserflasche produziert. Das braucht ein bisschen Übung aber wenn's klappt, ist der Stolz umso größer.

Wie bekommt man das Wasser von der einen Flasche in die andere? Professor Dr. Irrmichnicht gibt hilfreiche Tipps.
Wie bekommt man das Wasser von der einen Flasche in die andere? Professor Dr. Irrmichnicht gibt hilfreiche Tipps.

Zwischendurch erfahren die Forscher und Seefahrer von Wolfgang, der nicht nur an seiner Kluft als echter Seebär zu erkennen ist, viel Interessantes über die Lädinen, die schon vor 1000 Jahren fast alles befördert haben, was die Menschen am See brauchten. Warum schwimmt so ein Schiff eigentlich und wie kam man früher damit vorwärts, obwohl es keinen Motor hatte und der Wind in die falsche Richtung wehte? Bei der Forscherfahrt ist die Windrichtung egal und die Kinder dürfen helfen, das große Rahsegel zu hissen.

"Schlaumi Schlauberger" (vorn links) und "Prof. Dr. Irrmichnicht" (im weißen Kittel hinten) unterstützen Jungforscher und Eltern beim Experimentieren mit Wasser. Bild: Gisela Keller
"Schlaumi Schlauberger" (vorn links) und "Prof. Dr. Irrmichnicht" (im weißen Kittel hinten) unterstützen Jungforscher und Eltern beim Experimentieren mit Wasser. Bild: Gisela Keller

Als zum Ende der Fahrt das Segel geborgen wird, dürfen die Jungforscher wieder mit anpacken. Maia und Felix aus Eching und ihrer Familie hat die Fahrt und das Experimentieren viel Spaß gemacht. "Es war wirklich einmalig und nicht nur für Kinder interessant", sagt ihre Oma. "Wirklich einwandfrei", findet der Vater des siebenjährigen Simon aus Mutlangen die Ausfahrt. Simon ist überzeugt, dass die wilde Frisur von Schlaumi Schlauberger nicht aus ihren echten Haaren besteht. Die Fahrt und vor allem, einen Tornado in einer Wasserflasche zu produzieren, hat auch ihm gefallen.

Und als Schlaumi Schlauberger fragt, ob er das Forscherheft mitnehmen möchte, in dem alle Experimente beschrieben sind, ist die Antwort ein lautes "Jaaa".

Maia hat es geschafft: Das Blatt Papier hält das Wasser im Glas. Das findet auch ihre Mama toll.
Maia hat es geschafft: Das Blatt Papier hält das Wasser im Glas. Das findet auch ihre Mama toll.

Forscherfahrten

Die wöchentlichen Forscherfahrten in den Pfingst- und Sommerferien kamen gut an, wie auch die Immenstaader Tourist-Info bestätigt. Sie organisiert diese Fahrten. Dieses Jahr ist zwar keine weitere Forscherfahrt geplant, aber Biologin Sabine Schmidt-Halewicz hofft, dass das Angebot für solche Fahrten in der kommenden Saison ausgebaut werden kann. Der Lädinenverein würde mit dem Lastensegler gerne zusätzlich zu den von der Immenstaader Tourist-Info organisierten Fahrten gerne auch von weiteren Anlegestellen oder Häfen am See zu Forscherfahrten starten. (gik)