Für die SPD-Mitglieder des Kreistages sei es klar gewesen, dass die Verkehrssituation auf der B31 bald eine Lösung brauche. "Im Gespräch signalisierte Bürgermeister Henne hier Kompromissbereitschaft, da sonst in absehbarer Zeit eine Lösung schwierig werden dürfte", schreiben die Sozialdemokraten in ihrer Mitteilung.

Ruf nach Mediationsverfahren wie in Kluftern

Dabei sei auch zur Sprache gekommen, wie andere Gemeinden an der Bundesstraße mit der schwierigen Verkehrssituation umgehen. Kreisrat Josef Büchelmeier verwies auf die Ergebnisse des Mediationsverfahrens in Kluftern. „So ähnlich muss es auch für die Trassenführung zwischen Immenstaad und Meersburg erfolgen“, sagt der ehemalige Häfler Oberbürgermeister. Voraussetzung sei allerdings, dass sich alle Beteiligten dem Ergebnis der Mediation anschließen. Vorfestlegungen erschwerten jede konstruktive Lösung, so Josef Büchelmeier.

Gemeinde hat nicht genug Baugrund

Beim Thema bezahlbarer Wohnraum erläuterte Bürgermeister Johannes Henne die Situation in Immenstaad: "Schon heute ist es schwierig für einen ganz normalen Beschäftigten bei der Gemeinde oder einen Handwerker, eine Mietwohnung oder ein Eigentum zu bekommen.“ Es fehle an bezahlbaren Flächen, über die die Gemeinde verfügen könnte.

Appell an Grundstücksbesitzer

Gemeinderat Ernst Deisenberger verwies im Gespräch darauf, dass erst kürzlich ein Bebauungsplan „eingestampft“ worden sei, weil der Gemeinde wesentliche Grundstücke nicht zur Verfügung standen. Er appellierte an die soziale Verantwortung der Grundstückseigentümer.

Zahl der Ferienwohnungen nehmen zu

Ein besonderes Problem, das nicht nur Immenstaad betrifft, sei die Umwandlung von ganz normalem Wohnraum zu Ferienwohnungen. Die SPD-Kreisräte möchten sich auf Bundes- und Landesebene für die rechtlichen Voraussetzungen einsetzen, um den Gemeinden in dieser Frage Handlungsspielraum zu geben.

Im Bereich Kinderbetreuung gut aufgestellt

Lobend hob Johannes Henne außerdem das Engagement seiner Gemeinde im Kindergartenbereich und beim Familientreff hervor. Mit fünf kommunalen Kindergärten und dem Mole-Kindergarten sei ein gutes Angebot für die Familien vorhanden, auch für Kinder unter drei Jahren. Die SPD-Vertreter schlugen vor, die kreiseigene Kindergartenfachberatung in den konzeptionellen Prozess einzubeziehen.