Kreissäge, Stichsäge, Bohrmaschine, Flex, Freischneider, Kettensäge, Akkuschrauber – diese Geräte und Maschinen braucht Landwirt Hubert Langenstein für seine tägliche Arbeit. Im Mai wurden ihm alle diese Geräte und die zugehörige Arbeitsschutzausrüstung aus einem Nebengebäude gestohlen. Damit er weiterarbeiten konnte, musste er alles neu anschaffen.

Serie begann im November 2017

Langenstein war bei weitem nicht der Einzige, dem Vergleichbares zustieß: Mehrere Landwirte, aber auch Privatleute waren von einer Diebstahlserie betroffen, die im November 2017 begann hat und seither andauerte. Jetzt hat die Polizei mitgeteilt, dass nach Hinweis eines Geschädigten der mutmaßliche Täter ermittelt werden konnte.

Durchsuchung fördert kleinen Teil des Diebesguts zutage

Ein 43-jähriger Mann stehe im Verdacht, elf Diebstähle aus Schuppen und Garagen in Immenstaad begangen zu haben. Bei Durchsuchungen nach einem richterlichen Beschluss sei in der Wohnung des Tatverdächtigen ein kleiner Teil des Diebesguts gefunden und sichergestellt worden. Das Gros der Geräte habe der Mann bereits über eine Internet-Plattform verkaufen.

Verdächtiger räumt Straftaten ein

Bei der Vernehmung habe der Tatverdächtige die ihm zur Last gelegten Straftaten eingeräumt. Er sei daraufhin wieder auf freien Fuß gesetzt worden. "Ob der mutmaßliche Täter auch für weitere Eigentumsdelikte in Frage kommt, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben", schließt die Mitteilung der Polizei.

Polizei will Käufer des Diebesguts ermitteln

Hubert Langenstein freut sich, als er hört, dass die Polizei Erfolg hatte: "Das ist eine schöne, eine gute Nachricht." Für die Polizei geht die Ermittlungsarbeit weiter. Unter anderem soll herausgefunden werden, wer das Diebesgut gekauft hat. "Diese Personen haben die Sachen wahrscheinlich gutgläubig erworben", erklärt Polizeisprecher Markus Sauter. "Trotzdem müssen die Sachen an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden". Die Polizei bleibe auch dazu im Kontakt mit den Geschädigten. Ob sich der Tatverdächtige vor Gericht oder auf andere Weise verantworten müsse, entscheide die Staatsanwaltschaft.

Hubert Langenstein: Verlorenes Vertrauen fast noch schlimmer

"Alles neu kaufen zu müssen, hat viel Geld gekostet", sagt Hubert Langenstein. "Aber fast noch schlimmer war das verlorene Vertrauen. Wenn man nichts mehr offen lassen kann und alles wegschließen muss, erschwert es außerdem die Arbeit." Trotzdem folgte er der Empfehlung der Polizei und hat seine neu angeschafften Geräte in einem gut verschlossenen Raum untergebracht.