Besonders auffällig sind die vier Schließfächer nicht, die seit einigen Tagen am Landesteg bei den Fahrradstellplätzen und dem Schachfeld stehen. Doch in den weiß-blauen Kästen steckt eine echte Neuheit: Immenstaads erste Ladestation für Elektrofahrräder.

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„Es ist ein kleiner Schritt, aber ein wichtiger“, sagt Bürgermeister Johannes Henne. „Es ist eine Aufwertung der touristischen Infrastruktur.“ Nach zwei Ladesäulen für Elektroautos komplettiere die neue Ladestation das Angebot. Auch für das Stadtwerk am See ist sie etwas besonderes. „In der Form ist das die erste Ladestation, die wir haben“, sagt Pressesprecher Sebastian Dix. Rund 5000 bis 5500 Euro hat die Gemeinde dafür investiert. Auch der Strom – Ökostrom, wie Ortsbaumeister Ulrich Kohler betont – wird gezahlt. Für die Nutzer ist das Angebot kostenlos.

Bürgermeister Johannes Henne und Mark Kreuscher werfen einen Blick ins Innere der Schließfächer.
Bürgermeister Johannes Henne und Mark Kreuscher werfen einen Blick ins Innere der Schließfächer. | Bild: Lange, Tobias

Die Benutzung ist einfach. In jedem Schließfach befinden sich zwei Steckdosen. Daran hängt der Radfahrer den Akku seines Gefährts. Auch Handy oder Laptop können angeschlossen und aufgeladen werden. Gegen Pfand, ein 50-Cent- oder 1-Euro-Stück, lässt sich das Fach abschließen. Der Nutzer kann dann ins Café oder zum Einkaufen gehen, während seine Geräte, aber auch beispielsweise der Schutzhelm, sicher verstaut sind.

Zusammen mit den Mitarbeitern des Bauhaus freut sich BM Henne (links) über das neue E-Mobil.
Zusammen mit den Mitarbeitern des Bauhaus freut sich BM Henne (links) über das neue E-Mobil. | Bild: Lange, Tobias

Neben der Ladestation kann Immenstaad mit einer weiteren elektrischen Neuerung aufwarten. Seit gut einer Woche ist das erste von zwei geplanten Elektromobilen für den Bauhof im Einsatz. Damit kam die Gemeinde einer Forderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur nach. „Sie haben gesagt, das würde gut zu dem Bauhof passen“, erläutert Bürgermeister Henne. 40 000 Euro hat die Gemeinde dafür gezahlt. Vom Bund gab es eine Förderung von 19 300 Euro.