Den anspruchsvollsten Teil der Arbeit hatten die Funkenbuben schon am Freitag erledigt: Das Grundgerüst, das dem Funken seine charakteristische Form gibt, stand bereits am Nachmittag. Bis Sonntag wurde es um weiteres Brennmaterial ergänzt, bevor der prächtige Funken schließlich in Flammen aufging. Das Spektakel erfreute Funkenbuben und Zuschauer gleichermaßen.

Die Funkenbuben genießen ihren lodernden Funken.
Die Funkenbuben genießen ihren lodernden Funken. | Bild: Gisela Keller
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Das Gerüst des Immenstaader Funkens besteht aus ausgedienten Obstgroßkisten, Paletten, kleineren Baumstämmen und langen Stangen. Das Material dafür haben örtliche Landwirte zur Verfügung gestellt. „Wir haben alles abgeholt und gegen 8.30 Uhr mit dem Aufbau begonnen“, berichtet Max Sauter, neben Lucas Haug Funkenchef.

Am Freitagnachmittag haben die Funkenbuben das Gerüst schon fertiggestellt.
Am Freitagnachmittag haben die Funkenbuben das Gerüst schon fertiggestellt. | Bild: Gisela Keller

Das Gerüst füllen die etwa 30 Funkenbuben bis zum Funkensonntag mit Ästen und Reisig und krönen das Ganze mit einer schönen Halbkugel aus ausgedienten Christbäumen. Um all das einzusammeln, sind sie am Freitag, Samstag und Sonntag mit Traktoren und Anhängern im Dorf unterwegs.

Äste, Reisig und ausgediente Christbäume werden am Freitag, Samstag und Sonntag im Dorf eingesammelt und am Funkenplatz abgekippt. Mit diesem Material wird der Funken gefüllt.
Äste, Reisig und ausgediente Christbäume werden am Freitag, Samstag und Sonntag im Dorf eingesammelt und am Funkenplatz abgekippt. Mit diesem Material wird der Funken gefüllt. | Bild: Gisela Keller

Den Funken zu bauen, sei viel Arbeit, es mache aber auch viel Spaß, sind sich die Funkenbuben einig. Auf einer alten Couchgarnitur machen sie es sich in einer Pause am Lagerfeuer neben der aus Obstgroßkisten gebauten Funkenhütte gemütlich. Gerade haben die jungen Frauen der Garde Kaffee und Kuchen gebracht. So werden alle mit Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Abendessen und Nachtsuppe versorgt, freuen sich die Funkenchefs. Abends werde in der Funkenhütte gefeiert, die Funkenwache übernachte auch darin.

Am Lagerfeuer neben dem Funken machen es sich die Funkenbuben in Pausen und in der Nacht gemütlich.
Am Lagerfeuer neben dem Funken machen es sich die Funkenbuben in Pausen und in der Nacht gemütlich. | Bild: Gisela Keller

Als der Funken vor den Augen der Zuschauer, die an den abgelegenen Funkenplatz gekommen sind, in hellen Flammen steht, schleudern die Funkenbuben mit Hilfe eines Stocks viele Holzscheiben ins Feuer.

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Zu jeder Scheibe rufen sie laut einen Spruch. „Diese Sprüche erinnern an lustige Vorkommnisse am Funken-Wochenende“, erklärt Lucas Haug. „Oder wir sagen damit besonderen Unterstützern Danke."

Was wäre der Funken ohne Funkenwurst?
Was wäre der Funken ohne Funkenwurst? | Bild: Gisela Keller