Vom klassischen Spielplatz über den Skatepark bis zum Bouleplatz – für alle Altersgruppen gibt es laut Ortsbaumeister Ulrich Kohler in Immenstaad an derzeit etwa 20 Stellen Spielangebote. Im Gemeinderat stellte Kohler Pläne vor, wie dieses Angebot bald noch erweitert werden soll: Ein neues Spielgerät ist am Ufer bei "Käpt'n Golf" geplant und eines als Ersatz für das große Spielgerät im Aquastaad. Außerdem will die Gemeinde einen Spielplatz im Neubaugebiet Stockwiesen anlegen.

Wunsch: Gerät für Kinder ab zwei Jahren

"Für Einheimische und Besucher einer kinderfreundlichen Gemeinde sind die Spielmöglichkeiten wichtig", betonte Kohler. Gespräche mit Eltern hätten ergeben, dass diese sich ein Spielgerät für Kinder ab zwei Jahren wünschen. Bei einem Hersteller von Spielgeräten hat der Ortsbaumeister etwas Passendes gefunden: Das Spielgerät "Blaue Bounty" bietet Klettermöglichkeiten mit Leiter und Netz, eine Rutsche und verschiedene Möglichkeiten zum Spielen mit Sand. Das Gerät soll im kommenden Herbst oder Winter zwischen zwei großen Bäumen seeseits von "Käpt'n Golf" auf dem frei zugänglichen Badegelände in der Nähe des vorhandenen Klettergestells aufgestellt werden. Es wird inklusive Aufbau 10.000 Euro kosten. Während der Gemeinderat diesem Vorhaben ohne Diskussion zustimmte, gab es unterschiedliche Meinungen darüber, wie der Ersatz für das in die Jahre gekommene große Spielgerät im Aquastaad aussehen soll.

Welches neue Spielgerät kommt ins Aquastaad? Ortsbaumeister Ulrich Kohler plädiert für das zerbrochene Spielschiff. Mehrere Gemeinderäte bietet das Gerät jedoch zu wenig Spielmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren.
Welches neue Spielgerät kommt ins Aquastaad? Ortsbaumeister Ulrich Kohler plädiert für das zerbrochene Spielschiff. Mehrere Gemeinderäte bietet das Gerät jedoch zu wenig Spielmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren. | Bild: Gemeindeverwaltung

Zwei Varianten im Gespräch

Zwei Varianten wurden diskutiert, die beide attraktive Spielmöglichkeiten bieten: Ein großes Spielschiff, das inklusive Abbruch der alten Anlage und Herrichten des Geländes 74.000 Euro kosten würde, sowie ein kleineres multifunktionales Spielgerät, das alles in allem mit 50.000 Euro zu Buche schlagen würde. Beide Varianten bieten eine Seilschwebebahn, mehrere Kletter-Möglichkeiten und Rutsche. Ulrich Kohler plädierte für das Spielschiff, das wie ein gestrandetes und in der Mitte auseinandergebrochenes Piratenschiff aussieht. "Es passt einfach zum Aquastaad und an den See", argumentierte er. Mehrere Gemeinderäte vermissten beim Spielschiff jedoch Spielmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren.

Variante 2: Das kleinere Spielgerät bietet Platz für ein zusätzliches kleines Spielhaus für die Jüngeren.
Variante 2: Das kleinere Spielgerät bietet Platz für ein zusätzliches kleines Spielhaus für die Jüngeren. | Bild: Gemeindeverwaltung

Beim kleineren Spielgerät wäre Platz für ein zusätzliches kleines Spielhaus für die Jüngeren. Von Kohlers Aussage: "Wir kriegen es hin, dass auch das Spielschiff in Teilbereichen für Kinder ab zwei Jahren geeignet ist", ließen sich mehrere Räte von FWI und SPD nicht überzeugen. im Namen der CDU sprach sich Margot Rauber für das Spielschiff aus: "Wir wollen, dass es etwas Vernünftiges wird."

Modellauswahl von Zuschuss abhängig

Die Verwaltung schlug vor, zur Finanzierung einen Zuschuss der Tourismusförderung des Landes zu beantragen und bei Gewährung des Zuschusses die teurere Variante zu beschaffen, im anderen Fall die günstigere. Mit sieben Ja-Stimmen, fünf Enthaltungen und einer Gegenstimme wurde dieser Vorschlag angenommen.

Auf dieser Fläche im Neubaugebiet Stockwiesen soll ein Spielplatz entstehen.
Auf dieser Fläche im Neubaugebiet Stockwiesen soll ein Spielplatz entstehen. | Bild: Gisela Keller

Im Neubaugebiet Stockwiesen soll im Herbst ein neuer Spielplatz entstehen. Die Gemeinde will dort neben kleineren Spielgeräten den Spielturm wieder aufbauen, der bis vor kurzem vor dem inzwischen abgerissenen Kindergarten Seegaddel stand. Der Spielplatz Stockwiesen soll 26.000 Euro kosten.