Während der Wintermonate war die Lädine zur Landrevision in der Werft. Dabei stellte sich heraus, dass der Lastensegler stärker beschädigt war, als gedacht. So sind auch die Kosten für die Reparatur erheblich höher ausgefallen, berichtete Ursula van Endert, Vorsitzende des Lädinenvereins, bei der Hauptversammlung: "Beim Öffnen des Bodens gab es eine böse Überraschung: Es wurden weitere große Faulstellen entdeckt und das bedeutete, dass zum Kostenvoranschlag von 60 000 Euro noch 16 000 Euro hinzukamen."

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Verein erhält Spenden

Die Endabrechnung liege noch nicht vor, könne aber höher ausfallen. "Wir sparen jetzt, wo es nur geht und wir haben auch schon viele Bettelbriefe verschickt", informierte van Endert. Größere Spenden kamen von der Volksbank Überlingen und von der Tourismusgemeinschaft – zusammen mit kleineren Spenden insgesamt 12 200 Euro. Der Gemeinderat hat 30 000 Euro aus der Gemeindekasse genehmigt, 5000 Euro kamen aus Mitteln der Tourist-Information.

Bürgermeister stellt Unterstützung in Aussicht

Zusammen mit den Reserven des Vereins werde dies voraussichtlich nicht ausreichen, um die Rechnung zu begleichen, sagte die Vorsitzende: „Das Schiff wird älter und die Landrevision jedes Mal teurer. Wir hoffen, dass uns die Gemeinde hilft, damit wir keinen Kredit aufnehmen müssen." Bürgermeister Johannes Henne betonte, er wolle sich gemeinsam mit dem Verein um weitere Sponsoren bemühen. Er fügte hinzu: „Ich freue mich, wenn ich das Segel bald wieder gehisst sehe, mit dem die Lädine Immenstaad auf dem ganzen See repräsentiert. Ich hoffe, wir bekommen gemeinsam diese Herausforderung in den Griff – Verein und Gemeinde."

Auf dem großen Rahsegel der Lädine prangt das Immenstaader Wappen.
Auf dem großen Rahsegel der Lädine prangt das Immenstaader Wappen. | Bild: Gisela Keller

Werbemaßnahmen sollen ausgedehnt werden

Andrea Friedrich, die im Auftrag von Pächter Clemens Mauch die Lädinenfahrten organisiert, berichtete, dass die Werbemaßnahmen auf einen größeren Bereich ausgedehnt werden sollen. Die Nachfrage nach Piratenfahrten, Forscherfahrten und Sonderfahrten sei zufriedenstellend. Bei den Rundfahrten habe es 2018 noch Luft nach oben gegeben, was Friedrich auch auf den sehr heißen Sommer zurückführte.

Das Vorstandsteam des Lädinenvereins (von links): Ingeborg Krause-Müller (Schriftführerin), Ursula van Endert (Vorsitzende), Bernhard Wrobel (stellvertretender Vorsitzender) und Angelika Braun (Kassiererin).
Das Vorstandsteam des Lädinenvereins (von links): Ingeborg Krause-Müller (Schriftführerin), Ursula van Endert (Vorsitzende), Bernhard Wrobel (stellvertretender Vorsitzender) und Angelika Braun (Kassiererin). | Bild: Gisela Keller

Bernhard Wrobel zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt

Neu ins Vorstandsteam des Lädinenvereins wurde im Rahmen der Versammlung Bernhard Wrobel gewählt. Er ist nun stellvertretender Vorsitzender. In ihren Ämtern bestätigt wurden Schriftführerin Ingeborg Krause-Müller und Kassiererin Angelika Braun.

Die erste Passagierfahrt des Jahres ist am Donnerstag geplant.