Neue Sportgeräte haben auf dem Trimm-dich-Pfad seit 2015 Schritt für Schritt die bisherigen Geräte aus Holz abgelöst. Als letztes wurde jetzt das größte Gerät offiziell in Betrieb genommen: eine Calisthenics-Anlage. Dieses Multifunktionsgerät ermöglicht ein sehr vielseitiges und effektives Muskeltraining – und das für die Nutzer kostenlos. Der Trimm-dich-Pfad beginnt oberhalb der Abenteuerparks in Immenstaad.

"Wir haben uns bei der Auswahl der Geräte eng mit dem TuS abgestimmt", erklärte Bürgermeister Johannes Henne, "schließlich möchten wir, dass sie auch angenommen werden." Die zuvor vorhandenen Holzgeräte seien recht wartungsintensiv gewesen, berichtete Ortsbaumeister Ulrich Kohler. So habe der Bauhof alle zwei Wochen prüfen müssen, ob Teile wegen Verrottung des Holzes repariert oder ausgetauscht werden müssen. Die neuen Geräte sind aus Edelstahl. Deshalb sei der Wartungsaufwand erheblich geringer.

So funktionieren die Geräte

  • Calisthenics-Anlage: "Calisthenics" leite sich von den griechischen Wörtern "kalos" für "schön" oder "gut" und "sthenos" für "Kraft" ab", erklärte Ralf Bäuerle, der Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Salem-Heiligenberg. Die Immenstaader Anlage bietet mit Sprossenwand, einer waagerecht angebrachten Leiter, Reckstange, Stützstange und Barren unzählige Möglichkeiten zum Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht. Dazu gehören etwa Klimmzüge und Stützübungen in vielen Varianten sowie das Hangeln an der Leiter. Auch Dehnungsübungen werden unterstützt.
TuS-Vorsitzender Clemens Müller kann bestätigen: Macht man die Übungen richtig, sind sie kein Kinderkram.
TuS-Vorsitzender Clemens Müller kann bestätigen: Macht man die Übungen richtig, sind sie kein Kinderkram. | Bild: Gisela Keller
  • Rückentrainer: Drehübungen sollen hier die Beweglichkeit der Wirbelsäule verbessern, Rückenmuskeln lockern und die Bauchmuskulatur stärken. "Viele haben mir gesagt, die Übungen seien Kinderkram", erzählt Peter Heinze, der die Abteilung Leichtathletik im TuS leitet. Aber das seien sie keineswegs – zumindest, wenn man es richtig mache. Heinze empfiehlt, generell bei allen Geräten die Hinweise zu beachten, die auf den daneben aufgestellten Tafeln zu finden sind. Am Rückentrainer sei es zum Beispiel sehr wichtig, den Oberkörper nicht mitzudrehen.
  • Sprungtrainer: Der Sprungtrainer befindet sich gleich neben dem Rückentrainer. Beim Sprung nach oben werden die Muskelkoordination und Schnellkraft trainiert. Trainings-Fortschritte kann man an der Messlatte ablesen.
Wie man an der Bauch- und Rückenstation etwas für seine Rückenmuskeln tun kann, zeigt Peter Heinze.
Wie man an der Bauch- und Rückenstation etwas für seine Rückenmuskeln tun kann, zeigt Peter Heinze. | Bild: Gisela Keller
  • Bauch- und Rückenstation: Hier kann man die Kraft und Beweglichkeit von Bauch- und Rückenstreckmuskulatur trainieren. Aber bitte ohne Schwung, langsam und gleichmäßig, damit es keine Fehlbelastung gibt, rät Peter Heinze.
An mehr Beweglichkeit in der Hüfte arbeiten Clemens Müller und Peter Heinze am Hüftschwung.
An mehr Beweglichkeit in der Hüfte arbeiten Clemens Müller und Peter Heinze am Hüftschwung. | Bild: Gisela Keller
  • Hüftschwung: Rumpf- und seitliche Bauchmuskeln mobilisieren und Beinmuskeln trainieren kann man beim Üben an der letzten Station auf dem Trimmpfad. Das geht auch zu zweit und macht dann noch mehr Spaß.
Auch SÜDKURIER-Mitarbeiterin Gisela Keller probierte sich im Hüftschwung. Hat Spaß gemacht!
Auch SÜDKURIER-Mitarbeiterin Gisela Keller probierte sich im Hüftschwung. Hat Spaß gemacht! | Bild: Peter Heinze