Dem Klimawandel entgegenwirken und dafür auch vor Ort so viel wie möglich bewegen, diese Ziele haben sich die Grünen bei ihrer Hauptversammlung auf die Fahnen geschrieben. „Wir müssen Ideen sammeln, wie Immenstaad in zehn Jahren klimaneutral werden kann und Maßnahmen dazu auf den Weg bringen“, war eines der Anliegen, die Martin Gomeringer vorbrachte.

Flächenfraß ist ein Problem

Ein weiteres war, die Wertschätzung für die in der Region produzierten Lebensmittel zu steigern und politisch darauf hinzuwirken, dass diese gegenüber billiger Importware bevorzugt werden. Auch im Flächenfraß für immer mehr Bebauung und Gewerbegebiete sehen die Grünen ein großes Problem. „2700 weitere Hektar sind dafür im neuen Regionalplan vorgesehen“, sagte der Landtagsabgeordnete Martin Hahn. „Natürlich brauchen wir Entwicklung, aber das geht in eine Dimension, die nicht mehr gut ist.“ Das sei auch in Immenstaad der Fall, sagte Gomeringer: „Das Wachstum und die bauliche Entwicklung Immenstaads hat massive Grenzen. Jede Fläche, die bebaut wird, wird der Landwirtschaft und der Natur weggenommen. Das ist eine Sackgasse.“

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Zum Volksbegehren Pro Biene erklärte Hahn, dass dieses sich in Baden-Württemberg massiv von dem in Bayern unterscheide: „Was in Bayern gefordert wurde, machen wir hier fast alles schon seit 2014.“ Besonders der geforderte Verzicht auf Pflanzenschutzmittel in Landschaftsschutzgebieten würde nach Hahns Überzeugung Landwirtschaft – auch biologische – auf großen Flächen unmöglich machen. „Ich stand anfangs sehr alleine in der Fraktion mit meiner Meinung, dass es so nicht geht“, berichtete er, „aber jetzt sind wir mit den Initiatoren des Volksbegehrens und der Landwirtschaft auf Basis des Eckpunktepapiers auf dem Weg zu einer guten Gesetzesinitiative.“

Grüne begrüßen Prüfung der Dreispurigkeit

Die Grünen sehen die Prüfung einer möglichen Dreispurigkeit für die B 31 positiv. Unabhängig davon, für welche Trasse mit wie vielen Spuren letztlich die Entscheidung fallen wird, versprach Markus Böhlen: „Wir werden um jeden zusätzlichen Zentimeter für eine Tieferlegung und Deckelung kämpfen.“