Zum Winter 2018/2019 soll es in Immenstaad wieder einen Jugendtreff geben. "Dabei geht es nicht nur um ein räumliches Thema", stellte Bürgermeister Johannes Henne der Vorstellung der Planungen voraus. "Es ist wichtig, dabei auch Verantwortung an die Jugendlichen zu übertragen". Deshalb soll die Immenstaader Jugend die Konzeption aktiv mitgestalten und im Vorfeld zu ihren Vorstellungen befragt werden.

Unten der Winzerkär, darüber der Familientreff und unter dem Dach der Jugendtreff: So könnte das Bürgerhaus bereits im kommenden Winter genutzt werden.
Unten der Winzerkär, darüber der Familientreff und unter dem Dach der Jugendtreff: So könnte das Bürgerhaus bereits im kommenden Winter genutzt werden. | Bild: Gisela Keller

Ein seit 2003 bestehender Jugendtreff – zwei Jahre im Winzerkeller, anschließend in Räumen unter dem Dach des Bürgerhauses – war 2011 mangels Nachfrage geschlossen worden. Seither fehlen außerhalb der Vereine Angebote für die Altersgruppe von zwölf bis 17 Jahren. Bereits im Wahlkampf hatte Johannes Henne immer wieder betont, dass er mehr für die Immenstaader Jugend tun wolle. Gemeinderat Markus Böhlen (Grüne) hat das Thema Jugendtreff bereits zur Amtszeit von Hennes Vorgänger Jürgen Beisswenger immer wieder im Gemeinderat angesprochen. "Ich freue mich, dass es nun endlich vorangeht", sagt er jetzt.

Was wünschen sich Jugendliche?

Zum 14. September wolle die Gemeinde auf ihrer Homepage eine Umfrage online stellen, bei der Jugendliche sagen können, was ihnen an einem neuen Jugendtreff wichtig ist, erklärte Hauptamtsleiter Michael Haase. Auch im Mitteilungsblatt und in sozialen Medien solle auf die Umfrage hingewiesen werden. Ende September will die Gemeinde zwei Stellen für Jugendbetreuer auf 450-Euro-Basis ausschreiben.

Auftaktveranstaltung im November

Anfang November ist dann eine Kick-off-Veranstaltung mit Jugendlichen, Bürgermeister, Jugendbetreuern und Verwaltung für einen ersten konzeptuellen Austausch geplant. Die Ergebnisse sollen zeitnah umgesetzt werden. Für den neuen Jugendtreff prüft die Gemeinde zwei räumliche Alternativen: Die erste ist der bereits eingerichtete Jugendraum im Untergeschoss des evangelischen Gemeindehauses. "Es ist ein schöner Raum, aber eben nur einer, sodass nicht gleichzeitig unterschiedliche Angebote möglich sind", erklärte Haase.

Angebote für verschiedene Altersgruppen

Seit Mitte August stehen auch wieder die bis 2011 für den Jugendtreff genutzten Räume unter dem Dach des Bürgerhauses zur Verfügung, die zuletzt als Wohnung für Geflüchtete genutzt worden waren. Dort gebe es drei Räume plus eine Küche, berichtete Haase. Das mache zeitgleich für verschiedene Alters- und Interessengruppen differenzierte Angebote möglich. Hier könnten Jugendliche die Räume auch selbst einrichten. Die 25 Jahre alte Kücheneinrichtung müsse ersetzt werden, ansonsten halte sich der Renovierungsaufwand in Grenzen.