Unter dem Titel „Mitte gestalten" wollen Gemeinderat, Bürgermeister und Verwaltung definieren, wie sie sich den Bereich Haupt- und Bachstraße für die Zukunft wünschen. Auch die Bürger sollen dabei die Gelegenheit bekommen, ihre Ideen einzubringen und mitzudiskutieren. Den Auftakt dazu soll am Samstag, 23. März, ein Bürgerspaziergang mit anschließendem Workshop bilden. "Wir müssen Gas geben", erklärte Bürgermeister Johannes Henne. "Das Projekt soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden."

Auch für die Bachstraße sind Vorschläge zur künftigen Gestaltung gefragt.
Auch für die Bachstraße sind Vorschläge zur künftigen Gestaltung gefragt. | Bild: Gisela Keller

Ergebnis soll städtebaulicher Rahmenplan sein

Der Ortskern der Gemeinde zählt baurechtlich zum unbeplanten Innenbereich. Das bedeutet, dass hier Paragraf 34 des Baugesetzbuchs gilt, wonach sich ein neues Gebäude in die nähere Umgebung einfügen soll – wobei das Gesetz weder "nähere Umgebung" noch „einfügen" eindeutig definiert. Das Ergebnis des Projekts soll ein städtebaulicher Rahmenplan sein. Auch wenn dieser laut Johannes Henne "nicht die rechtliche Durchschlagskraft" eines Bebauungsplans habe, werde ein solches politisches Dokument in baurechtlichen Verfahren durchaus berücksichtigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Gemeinderat beauftragt Moderator und Planungsbüros

Für das Projekt, für das 83 500 Euro veranschlagt sind, hat die Gemeinde beim Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Fördermittel beantragt und bekommt einen Zuschuss von 50 Prozent. Für die Begleitung der Bürgerbeteiligung hat der Gemeinderat einen erfahrenen Moderator beauftragt: Alexander Leitz vom Büro „Leitz Verwaltung und Wirtschaft“. Das Planungsbüro Helmut Hornstein soll sich mit der Ermittlung von Potenzialen für die Innenentwicklung befassen, Entwicklungsstudien machen und Planungen entwickeln. Für die Verkehrsplanung wurde das Büro Modus Consult beauftragt.

"Es geht darum, ein sauberes Plandokument zu entwickeln, in dem wir unsere politischen Vorstellungen dokumentieren." – Johannes Henne, Bürgermeister
"Es geht darum, ein sauberes Plandokument zu entwickeln, in dem wir unsere politischen Vorstellungen dokumentieren." – Johannes Henne, Bürgermeister | Bild: Mommsen, Kerstin

Workshop im Bürgersaal im Anschluss an den Spaziergang

Zum Auftakt sind die Immenstaader Bürger eingeladen, am Samstag, 23. März, mit Bürgermeister, Moderator und Planern einen Spaziergang durch den Ortskern zu machen. An manchen Stellen auf dem Weg sei vorgesehen, dass die Planer erste Ideen vorstellen, kündigte Henne an. Im Anschluss soll im Bürgersaal ein Workshop stattfinden, bei dem die Bürger ihre Ideen einbringen können. Dazu werde es verschiedene Arbeitsbereiche mit Stellwänden geben. Beim Workshop gehe es erst einmal darum – unabhängig von der Umsetzbarkeit – die Ideen der Bürger zu sammeln. Diese sollen zum Abschluss des Workshops vom Moderator vorgestellt werden.

Beteiligung auch über Internetplattform möglich

Darüber hinaus sollen die Bürger mehrere Wochen lang Gelegenheit bekommen, über die Internetplattform „Polit@ktiv“ Ideen einzubringen, zu diskutieren und die Planungen zu verfolgen. Von der Homepage der Gemeinde soll auf das Projekt „Mitte gestalten“ verlinkt werden. Auch die Online-Beiträge würden moderiert, erklärte Henne. Stellungnahmen, in denen sich Autoren im Ton vergreifen, würden aussortiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Konzepte mit Ideen der Bürger werden bei Bürgerversammlung vorgestellt

Die Planer und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung sollen im weiteren Verlauf des Planungsprozesses die von den Bürgern eingebrachten Ideen auf ihre Machbarkeit prüfen und soweit es möglich ist, in ihre Planungen einbeziehen. Die so entstehenden Konzepte sollen in einer weiteren Bürgerversammlung besprochen werden.