Schon mehrfach hat Christian Rebstein ins Rathaus eingeladen, um seine Fotos aus vielen Ländern im Rahmen einer Ausstellung oder in einem Mutivisions-Vortrag zu präsentieren. Im Sommer 2018 hat er ein neues Hobby für sich entdeckt: Luftaufnahmen. Seither sieht er den Bodensee und seinen Heimatort Immenstaad auch öfter aus der Vogelperspektive.

Das könnte Sie auch interessieren

Diesen ungewöhnlichen Blick auf die Region ermöglicht er am Freitag, 22. März, den Mitgliedern des Heimatvereins. Bei der Hauptversammlung zeigt er seinen rund 15-minütigen Film "Über den Dächern von Immenstaad". Am Donnerstag, 28. März, präsentiert Rebstein ab 19 Uhr allen Interessierten seinen etwa 45-minütigen Film "Entlang des deutschen Bodenseeufers" im Bürgersaal. Der Eintritt kostet 5 Euro.

40 Stunden und 345 Einzelflüge

Gedreht hat Christian Rebstein die Filme mithilfe einer weniger als zwei Kilogramm leichten Drohne, an der eine kleine Kamera fest verbaut ist. Beim Treffen mit dem SÜDKURIER zeigt er auf dem Hohberg, wie sie funktioniert und lässt die Drohne abheben. "Ich hatte zunächst Zweifel, ob die Kamera die gewünschte Qualität liefert", sagt Rebstein. Die Zweifel hätten sich sehr schnell zerstreut: Die Kamera liefere eine sehr hohe Auflösung und mache fast keine verwackelten Bilder, weil sie sich selbst in der Luft austariere. Fast 40 Stunden war die Kamera schon in der Luft, auf 345 Einzelflügen.

Video: Christian Rebland

Drohne fliegt meist in 30 Metern Höhe

"Bei manchen löst das Wort Drohne ein beängstigendes Gefühl aus. Sie bringen den Begriff mit Überwachung und Spionage in Verbindung", sagt Rebstein.

Video: Christian Rebland

Dazu sei sein Quadrokopter aber ungeeignet, denn die Kamera habe ein Weitwinkelobjektiv, das für Landschaftsaufnahmen gemacht ist: "Wenn man damit einen Menschen identifizierbar aufnehmen will, muss man sich auf mindestens acht Meter nähern – und das hört sich an, als ob ein Hornissenschwarm angreift." Schon deshalb lasse er die Drohne meistens in 30 Metern Höhe fliegen.

Das könnte Sie auch interessieren

"Es hat schon einen besonderen Reiz, Orte, die man vom Boden aus gut kennt, aus neuer Perspektive zu sehen", sagt Rebstein. Daran lasse er gerne auch andere teilhaben, die am Bodensee zuhause sind.

Das könnte Sie auch interessieren